Die Zeichen stehen nach kicker-Informationen auf Vollzug: Die Zukunft von Mitchell Weiser liegt demnach auch weiterhin beim SV Werder Bremen.
Rollenprofil noch offen
Wochenlang herrschte Unklarheit, ob der SV Werder Bremen und Mitchell Weiser noch einmal zusammenfinden würden, weil der Vertrag des 32-Jährigen zum Saisonende Ende dieses Monats ausläuft und der 232-malige Bundesliga-Spieler aufgrund eines Kreuzbandrisses zu keinem einzigen Einsatz in der abgelaufenen Spielzeit gekommen ist.
Nun aber deuten die Zeichen auf eine gemeinsame Zukunft.
Zwei Jahre nach seiner letzten Unterschrift unter ein Arbeitspapier am Osterdeich steht die nächste bevor: Dem Vernehmen nach und wie bereits berichtet handelt es sich um einen leistungsbezogenen Vertrag für den langjährigen Werder-Profi.
Wird Weiser wieder Unterschiedsspieler?
Der Außenbahnspieler, der 2021 zunächst aus Leverkusen ausgeliehen und anschließend fest verpflichtet worden ist, geht damit in seine sechste Saison in Bremen.
Wobei man die abgelaufene Spielzeit sicherlich ausklammern muss: Nachdem sich Weiser bereits Mitte Juli in einer Trainingseinheit während der Sommer-Vorbereitung einen Kreuzbandriss zugezogen hatte, konnte er das Werder-Trikot bis Saisonende nicht mehr tragen.
Der Profi selbst hatte zu Jahresbeginn noch eine Rückkehr in der Rückrunde angepeilt, wie er seinerzeit verlautbarte: „Als es frisch passiert ist, habe ich gesagt: Ich komme im Januar zurück. Weil ich dachte, ich nehme die Reha auseinander“, so Weiser. „Was ich gelernt habe, ist, dass es einfach die Zeit braucht, die es braucht.“ Diese läuft in Bremen nun noch nicht für ihn ab.
Kann Weiser zur neuen Saison also wieder jener Unterschiedsspieler werden, zu dem er sich insbesondere nach der Bremer Bundesliga-Rückkehr 2022 entwickelt hat? In der Saison 2022/23 war er auf zwölf Scorerpunkte (zwei Tore, zehn Vorlagen) gekommen, 2023/24 waren es zehn (drei Tore, sieben Vorlagen) und 2024/25 gar 14 Scorerpunkte (fünf Tore, neun Vorlagen).
Welche Rolle bekommt Weiser?
Interessant wird sein, in welcher Rolle Weiser dann künftig weiter eingeplant ist: ob als Rechtsverteidiger, wo Werder im Kader eher Bedarf hat, oder als offensiverer Außenbahnspieler, zu dem Ex-Coach Horst Steffen den 32-Jährigen vor einem Jahr umfunktionieren wollte – bis er sich dann schwer verletzte.
An der Weser zieht man beide Optionen in Betracht: In einem 4-3-3-System könnte Weiser die Position als Rechtsverteidiger auch offensiv interpretieren, heißt es. Doch auch einen Einsatz zwei Reihen davor wolle man nicht ausschließen. Zunächst jedoch soll er die Sommerpause auch dazu nutzen, um wieder komplett fit zu werden.
