Rekordablöse für Backhaus? Freiburg sucht den Atubolu-Nachfolger

Beim größten Spiel der Freiburger Vereinsgeschichte wird es auch auf einen starken Torhüter ankommen. Deshalb soll bei Noah Atubolus Wechselplänen erst nach dem Europa-League-Finale Tempo reinkommen. Im Hintergrund intensiviert der SC aber die Nachfolgersuche.

2,06-Meter-Mann Scherpen wäre Alternative zum Bremer

Die Tendenz ist längst klar. Noah Atubolu will nach drei Jahren als Stammkeeper bei seinem Heimatverein SC Freiburg den berühmten nächsten Karriereschritt machen und zu einem größeren Klub wechseln. Nach kicker-Informationen hat sich unter anderem die AC Mailand genauer mit dem deutschen Torwart beschäftigt, der nach erfolgreicher Zeit bei der U 21 an der Schwelle zur A-Nationalmannschaft befindet, diesen Sommer aber wohl nicht zur WM fahren wird.

Eine konkrete Spur zu einem neuen Arbeitgeber Atubolus, der ein Jahr vor Vertragsende wohl eine Ablöse von bis zu 20 Millionen Euro an den Sport-Club bezahlen muss, zeichnet sich bislang allerdings noch nicht ab. Was wohl auch daran liegt, dass der Verein mit Spieler und dessen Berateragentur Epic Sports übereingekommen ist, zunächst den vollen Fokus auf die vielen wichtigen Spiele im Freiburger Saisonendspurt zu legen.

Das größte Highlight wartet noch am Mittwochabend (21 Uhr, LIVE! bei kicker), wenn der Sport-Club im Finale der Europa League auf Aston Villa trifft. Erst nach diesem Showdown in Istanbul wird wohl Tempo in Atubolus Zukunftsplanungen reinkommen.

Unabhängig von Wechselziel und -zeitpunkt des aktuellen Stammkeepers müssen die Freiburger Sportchefs Jochen Saier und Klemens Hartenbach ihre Hausaufgaben machen. Dementsprechend hat das Duo die Nachfolgersuche intensiviert. Dabei scheint sich der Kandidatenkreis weiter einzuengen.

Freiburg für Backhaus eine attraktive Option

Auch mit Blick auf den bundesligaerfahrenen Back-Up Florian Müller, der diese Saison im DFB-Pokal eindrucksvoll seine Zuverlässigkeit und Klasse unter Beweis gestellt hat, sucht der SC zwar nach einem entwicklungsfähigen Keeper mit großem Potenzial, der aber auch schon entsprechende Erfahrung auf hohem Niveau gesammelt haben sollte.

Ein logischer Wunschkandidat ist daher der auch international begehrte Mio Backhaus. Der Bremer U-21-Nationalkeeper hat bereits 32 Bundesliga-Einsätze für Werder absolviert. Gerade nach seiner starken abgelaufenen Saison (kicker-Notenschnitt 2,88) werden Backhaus glänzende Perspektiven bescheinigt. Da Werder zudem auf Transfererlöse angewiesen ist, stehen auch bei Backhaus die Zeichen klar auf Sommerwechsel.

Eine Ablöse von bis zu 15 Millionen Euro steht im Raum. Ein stattlicher Betrag, den die finanziell glänzend aufgestellten Freiburger aber stemmen könnten – wenn sie denn wollen. Alles über zehn Millionen Euro, die 2020 für Baptiste Santamaria flossen, würden bereits die neue SC-Rekordablöse bedeuten. Hartenbach und Saier sind bisher immer elegant unter dieser Marke geblieben, selbst im Sommer 2025, in dem der Klub insgesamt die Rekordausgabe von 30,7 Millionen Euro in neue Spieler investierte. Auch, um neuen Spielern mit dem Rekord-Etikett keinen zusätzlichen Rucksack aufzusetzen.

SC-Ruf als Sprungbrett

Für unter zehn Millionen Euro dürfte Backhaus aber kaum zu bekommen sein. Spannend, wie sich diese Personalie weiter entwickelt. Backhaus selbst wird auch ab Donnerstag seine Zukunftsplanungen verstärkt vorantreiben und sieht den Sport-Club nach kicker-Informationen als attraktive Option an.

Kein Wunder, wenn man den Werdegang der Freiburger Stammkeeper in der jüngeren Vergangenheit betrachtet. Angefangen beim aktuellen Nationaltorwart Oliver Baumann, der nach Ausbildung und ersten Profierfahrungen beim SC 2014 nach Hoffenheim wechselte. Roman Bürki empfahl sich in der Saison 2024/15 für den Job bei Borussia Dortmund. Alexander Schwolow war Hertha BSC 2020 sieben Millionen Euro wert. Auch, wenn das Freiburger Eigengewächs danach einen Karriereknick erlebte, wurde er jüngst fast schottischer Meister mit Heart of Midlothian. Und Mark Flekken brachte 2023 die von Brentford gezahlte Ablöse von 13 Millionen Euro ein, empfahl sich danach durch zwei starke Jahre in England für ein Engagement in Leverkusen.

Scherpen ist eine Alternative zu Backhaus

Neben Backhaus soll auch der 2,06 Meter große Kjell Scherpen weiterhin im Visier der Freiburger stehen. Der deutschsprachige Niederländer in Diensten des belgischen Top-Klubs Union St. Gilloise kann 28 Einsätze in der belgischen 1. Liga vorweisen sowie 46 Auftritte zuvor in Österreichs Oberhaus für Sturm Graz.

Der ebenfalls sehr talentierte Nahuel Noll hingegen kann noch keine Erstliga-Erfahrung vorweisen. Der in der abgelaufenen Saison von Hoffenheim an Hannover verliehene Torwart dürfte demnach nicht ganz oben auf der Freiburger Liste stehen. Und der ebenso von Qualität und Perspektive in Frage kommende Dennis Seimen ist nach seinem Leih-Aufenthalt in Paderborn fest bei Stammklub Stuttgart eingeplant.

Es bleibt spannend, wie es auf der Freiburger Torhüterposition weitergeht. Doch zunächst mal liegt beim SC der volle Fokus – nicht nur bei Atubolu – natürlich auf dem Showdown gegen Aston Villa mit der riesigen Doppelchance auf den ersten großen Titel und die damit verbundene Premiere in der Königsklasse in der nächsten Saison.

 

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