Vor dem spannenden Saisonfinale und dem Fernduell um die Königsklasse mit dem VfB Stuttgart würdigt TSG-Kapitän Oliver Baumann das bisher bereits Geleistete.
TSG vor erfolgreichster Saison
Vor einem Jahr konnte sich die TSG Hoffenheim am letzten Spieltag bei Werder Bremen bedanken. Werder zog auch in Heidenheim voll durch, gewann 4:1 und machte damit den Klassenerhalt der Hoffenheimer, die zeitgleich 0:4 gegen die Bayern verloren, perfekt. Deshalb wird TSG-Trainer Christian Ilzer nicht müde, daran zu erinnern, „woher wir kommen“.
Denn dieses Mal stehen die Kraichgauer vor einer deutlich angenehmeren Herausforderung. Im Fernduell mit dem punktgleichen, aber in der Tordifferenz um fünf Treffer besseren VfB Stuttgart geht es um die Teilnahme an der Champions League. Dass die Ausgangslage noch deutlich komfortabler hätte sein können, hätte sich Hoffenheim neulich gegen den VfB in Überzahl nicht noch den Ausgleich eingefangen (3:3), das versuchen alle auszublenden und abzuhaken.
„Wir dürfen diese Saison nicht schmälern.“ (Oliver Baumann)
Kapitän Oliver Baumann appelliert vorsorglich, sollte der ganz große Wurf am Ende nicht gelingen. „Wir dürfen diese Saison nicht schmälern, wenn wir das nicht schaffen“, betont Deutschlands Nationaltorhüter, „denn das ist außergewöhnlich, was wir diese Saison erreicht haben. Dass wir schnell zueinander gefunden haben und sehr schnell sehr, sehr ordentlichen Fußball gespielt haben.“
Mit einer für Hoffenheimer Verhältnisse außergewöhnlichen Konstanz. „Und am Ende musst du die ganze Saison sehen“, empfiehlt der Routinier, „dass wir wieder in dieser Lage sind, wie vor Jahren schon mal, um ganz nach oben zu schauen, um punktgleich zu sein mit dem VfB, die das seit drei, vier Jahren überragend machen. Mit Leverkusen in einer Range zu sein, irgendwo auch mit Leipzig. Die Entwicklung ist gut und hoffentlich beständig für die nächsten Jahre.“
Ilzer hat den Punkterekord im Blick
Schon jetzt steht fest, die TSG wird eine ihrer besten Bundesliga-Spielzeiten absolvieren, womöglich sogar die allerbeste. Den Siegrekord haben die Kraichgauer bereits auf 18 hochgeschraubt, mit dem 19. am Samstag in Gladbach würden die Kraichgauer ihre Bestmarke von 62 Zählern aus der Saison 2016/17 noch überbieten und mit dann 64 Zählern die Punkteausbeute gegenüber der Vorsaison glatt verdoppeln.
„Was in Frankfurt passiert, beginnt mich erst nach unserem Spiel in Gladbach zu interessieren“, versichert Coach Christian Ilzer, und auch Baumann will erst dann wissen, was die Stuttgarter bei der Eintracht erreicht haben. „Wir müssen auf uns schauen, es hat noch nie geholfen, auf andere Plätze zu schauen oder auf andere generell“, sagt Baumann, „der volle Fokus muss auf uns liegen, auf unserer Aufgabe, und dann wird man sehen, ob das die Krönung dieser Saison wird, ob sie überragend oder sehr gut wird.“
„Über die Saison bekommst du genau das, was du dir verdienst“
„Der Punkterekord, das ist unser Ziel. Was wir tun können, ist in Gladbach vor einer tollen Kulisse eine richtig gute Leistung zu zeigen und die Wahrscheinlichkeit auf einen Sieg zu erhöhen“, ergänzt Ilzer, „das Spielfeld ist immer gerecht. Nicht in einem einzigen Spiel, aber über die Saison bekommst du genau das, was du dir verdienst. Und wenn wir da gewinnen und Stuttgart gewinnt in Frankfurt, dann hat es sich Stuttgart über die Tordifferenz minimal mehr verdient, dass sie in der Champions League sind und wir in der Europa League.“ Mit der Ausnahme, dass die TSG um fünf Tore höher gewinnt als der VfB. Wie es auch komme, „wir nehmen das demütig an, in dem Bewusstsein, eine großartige Saison gespielt zu haben“. So oder so.
