„Mit Messer zwischen den Zähnen“: Bittencourts Ansage an den HSV

Der SV Werder Bremen geht nach dem 1:3 in Köln angeschlagen in die Nordderby-Woche: Leonardo Bittencourt stellt Wiedergutmachung in Aussicht.

Werder vor dem Nordderby

Es gab viel zu diskutieren am Sonntagabend in Köln: Und natürlich hatte auch der ohnehin meinungsfreudige Leonardo Bittencourt so seine Ansichten nach dem 1:3 in Köln.

Der 32-Jährige bezog also Stellung zu den Schlüsselszenen der Bremer Niederlage: Zuerst zum 0:1 nach einem Strafstoß („Vom Gefühl her war es zu wenig für einen Elfmeter“), dann zum Platzverweis gegen Marco Friedl („Den nehme ich auch mit auf meine Kappe“).

Dass der Werder-Kapitän überhaupt derart in Bredouille gebracht wurde, hing auch mit einem zu kurz geratenen Pass von Bittencourt zusammen: „Mein Ball ist vielleicht nicht so fest gespielt, aber wenn er nicht wegrutscht, kann er ihn klären …“

Bremer „Scheißtag“ in Köln

Auch ein möglicher Platzverweis nach 71 Minuten gegen FC-Angreifer Ragnar Ache beschäftigte die Bremer im Nachgang: „Ich stehe direkt davor, er grätscht von hinten in Romanos (Schmid, d. Red.) Beine – das ist für mich eine Rote Karte“, sagte Bittencourt.

Die Umstände sorgten also dafür, dass der Mittelfeldmann schlicht von einem „Scheißtag“ in Köln sprach – allerdings drohen sie angesichts der rund 70-minütigen Überzahl auch darüber hinwegzutäuschen, dass Werder generell eine viel zu fehlerhafte Darbietung anbot.

Die Aussage von Sportchef Clemens Fritz stand ziemlich für sich: „Du musst hier in Köln von der ersten Minute an da sein – und das waren wir ganz einfach nicht.“ Schärfe, Konzentration und Präsenz hatten der Bremer Mannschaft gefehlt, so der 45-Jährige weiter: „Es muss klar sein, dass wir kein gutes Spiel gemacht haben.“

Friedl fehlt im Nordderby

Wenn man wollte, konnte man diesem noch am ehesten positiv abgewinnen, dass Werder zwischenzeitlich nicht auseinandergebrochen ist und überhaupt zum 1:2 gekommen war, allein: durch einen von Ache verursachten Strafstoß. Ansonsten lief bei den offensiven Bemühungen nahezu nichts zusammen.

Dass mit Kapitän Friedl am kommenden Samstag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) im Nordderby gegen den Hamburger SV zugleich der einzig richtig fitte Innenverteidiger ausfällt, passt in das ernüchternde Bremer Bild vom Wochenende. „Er ist ein wichtiger Spieler, das tut dann auch weh“, befand Bittencourt.

Der Werder-Profi indes besitzt die Hoffnung, dass in dieser Woche „ein paar Jungs zurückkommen“. Jens Stage etwa und der gelbgesperrte Cameron Puertas. Dann müsste für das Mittelfeldzentrum möglicherweise Bittencourt wieder in der Startelf Platz machen.

Werder kann mit dem HSV gleichziehen

Falls man gegen den HSV auf dessen Emotionen im Spiel verzichten will (und kann?). „Es ist ein Nordderby und es ist sehr, sehr wichtig“, deutete der 302-malige Bundesligaprofi zumindest verbal an, sich der besonderen Lage diesmal bewusst zu sein.

In der Hinrunde (2:3) noch hatte es die Bremer Mannschaft „nicht geschafft“, diese Bedeutung auch zu verkörpern: „Am Wochenende heißt es dann: Mit Messer zwischen den Zähnen – und rauf auf den Platz.“ Es geht um Wiedergutmachung.

Mit einem Sieg könnte Werder nun zugleich mit den Hamburgern nach Punkten gleichziehen – bevor das restliche Programm ja durchaus anspruchsvolle Aufgaben (Stuttgart, Augsburg, Hoffenheim, Dortmund) für den Tabellen-15. bereithält.

„Ich habe auch schon andere Feiern gehört“

„Es wird bis zum letzten Tag gehen, das wissen wir“, betonte Bittencourt und verwies genauso nüchtern darauf, dass Werder aktuell denkbar knapp „über dem Strich steht: Deswegen müssen wir auf uns gucken“.

Und doch merkte der Bremer noch an: So wie die Kölner Spieler nach dem Überholmanöver vom Sonntag in der Tabelle gefeiert hätten, „habe ich auch schon andere Feiern gehört“, so der erfahrene Profi: „Und danach standen sie hinter uns …“ Dafür muss sich Werder jedoch wieder deutlich steigern.

 

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