„Zu keiner Sekunde ein Beschweren über die Entscheidung“: Schuster hadert mit Sperre

Der SC Freiburg hat nach zwei 0:1-Niederlagen in Folge wieder gewonnen. Ein Wermutstropfen dürfte aber die Sperre von Trainer Julian Schuster sein. Die Karte, die zu der Sperre führte, konnte der 40-Jährige nicht nachvollziehen.

SC-Trainer sieht vierte Gelbe

Es lief die 90. Minute, Freiburg kämpfte gegen Bremen in Unterzahl um den Sieg – und hatte dann eine sehr gute Kontermöglichkeit, die Marco Friedl mit einer Grätsche gegen Yuito Suzuki unterband. Schiedsrichter Deniz Aytekin bestrafte den Bremer mit einer Gelben Karte und nestelte kurz darauf erneut an seiner Brusttasche.

Diesmal führte den Referee der Weg nach außen zu Julian Schuster. Nach einem kurzen Gespräch sah auch der Freiburger Trainer Gelb – eine Karte mit Folgen, denn es war die bereits vierte für Schuster in der laufenden Saison. Zum ersten Mal in seiner noch jungen Karriere muss der 40-Jährige deshalb am kommenden Samstag bei der TSG Hoffenheim eine Gelb-Sperre als Bundesliga-Trainer absitzen.

Schusters Unverständnis

„Ich habe mit Sicherheit die ein oder andere Gelbe Karte bekommen, die gerechtfertigt ist“, äußerte Schuster nach der Partie am Sky-Mikrofon sein Unverständnis. „In dieser Situation rege ich mich nur über das Foul auf. Und es ist zu keiner Sekunde ein Beschweren über die Entscheidung der Gelben Karte. Das ist schade, dass man das nicht unterscheiden kann. Weil ich finde, die Leidenschaft und die Emotion, das muss uns auszeichnen.“

Leidenschaft und Emotion brachte sein Team aufs Feld und sicherte sich so auch in Unterzahl den knappen Sieg, der die Serie von nun neun ungeschlagenen Heimspielen weiter anwachsen ließ. Jubilar Matthias Ginter (400. Bundesliga-Spiel) sprach gar von „einem verrückten Spiel“. Gerade „die zweite Hälfte war nicht einfach und wir haben alles versucht, alles reingeworfen“, lobte der 32-Jährige und sprach dem gesamten Team deshalb ein „großes Kompliment“ aus.

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Auch Schuster lobte seine Mannschaft: „Wie sie verteidigt hat, wie leidenschaftlich, miteinander. Und es Bremen schwer gemacht hat, zu Abschlüssen zu kommen.“ Und nach zwei torlosen Niederlagen gegen Lille und Stuttgart vorne auch wieder erfolgreich war. Niklas Beste schloss in der 13. Minute herrlich ab, der erste Pflichtspieltreffer für den Sport-Club im 39. Spiel war letztlich der entscheidende.

Schuster wirbt für Einbezug der Dynamik der Szene bei Manzambi-Rot

Während Schuster bei seiner persönlichen Strafe eine klare Meinung hatte, drückte sich der Coach bei der Roten Karte für Johan Manzambi differenzierter aus. Der Franzose, der für Suzuki auf die Zehn gerückt war, wollte gegen den bei einer Klärungsaktion weggerutschten Olivier Deman Richtung Ball gehen, traf den Bremer aber mit der Sohle auf der Wade. Aytekin hatte zunächst Gelb gezückt, nach VAR-Einsatz und Video-Studium seine Entscheidung aber revidiert und Manzambi in der 52. Minute vom Platz geschickt.

„Wichtig bei der Bewertung ist, dass der Bremer auch mit hoher Geschwindigkeit in die Aktion geht“, sagte Schuster. „Wenn du das Standbild nimmst, sieht es nicht gut aus. Dann ist es sicher nachvollziehbar. Aber wichtig wäre, dass die Dynamik auch bewertet wird, die ganze Situation.“ Damit wird auch Manzambi wie der Trainer gegen die formstarken Hoffenheimer fehlen.

Zunächst steht am Dienstag aber erst einmal das Viertelfinale im DFB-Pokal bei Hertha BSC an – mit Schuster auf der Bank.

 

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