Wie hart bestraft der DFB die spektakuläre Union-Choreografie?

Mit einer riesigen Choreografie sorgten die Union-Berlin-Fans am Freitag für Aufsehen. Allerdings wird auch der DFB genau hingesehen haben – der gerade erst eine satte Strafe ausgesprochen hat.

Baumgart begeistert

Wie spektakulär die Choreografie wirklich war, erfuhren die Beteiligten erst später auf dem Handy oder TV. Kurz bevor das Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt angepfiffen wurde, verhüllten am Freitagabend riesige Blockfahnen alle Tribünen im Stadion An der Alten Försterei, mit Ausnahme des Gästeblocks. In entsprechend großen Lettern und Zahlen feierten die Fans des 1. FC Union Berlin ihren Klub und dessen Gründungsjahr 1966, begleitet von einem Feuerwerk, das den Abendhimmel vorübergehend erleuchten ließ.

Doch das war erst der Anfang. Als hinter den Fahnen die Zuschauer wieder zum Vorschein gekommen waren, trug die eine Hälfte des Stadions rote, die andere weiße Ponchos – dann folgte einer der wohl größten Pyrotechnik-Einsätze, die die Bundesliga in ihrer jüngeren Geschichte erlebt hat.

Die Partie, inzwischen acht Minuten alt, lief zunächst sogar noch weiter, während fast das ganze Stadion „brannte“, ehe Schiedsrichter Sören Storks sie wegen der entsprechend gestörten Sichtverhältnisse schließlich unterbrach. Erst rund sieben Minuten später konnte es weitergehen, in der Schlussphase ergatterte Union zumindest noch einen Punkt zum 60. Geburtstag.

234.500 Euro musste Union bereits zahlen

Finanziell indes droht noch ein Nachspiel, das es in sich haben könnte. Der Strafenkatalog des DFB sieht für das Entzünden von pyrotechnischen Gegenständen bei Vereinen der Bundesliga grundsätzlich eine Geldstrafe in Höhe von 1000 Euro vor – je Gegenstand. Bei Spielunterbrechungen ab fünf Minuten erhöht sich der Wert um bis zu 100 Prozent. Begründung: „Das Entzünden von pyrotechnischen Gegenständen stellt eine erhebliche Gefahr für die im Stadionbereich bzw. auf dem Spielfeld befindlichen Personen dar.“

Erst in der Vorwoche hatte das DFB-Sportgericht Union wegen des Pyro-Einsatzes bei vier verschiedenen Spielen zwischen September und Dezember zu einer Zahlung von insgesamt 234.500 Euro verurteilt. Diesmal dürfte die Rechnung – obwohl es sich nur um ein Vergehen handelt – deutlich höher ausfallen.

Trainer Steffen Baumgart war von der denkwürdigen Choreografie dennoch begeistert – und meinte damit ausdrücklich auch die Bengalos: „Da ich schon vorher mit dem einen oder anderen gesprochen habe, weiß ich, wie lange es gedauert hat, das Ganze vorzubereiten und zu organisieren. Und falls noch irgendeiner fragt, weil so viel Leuchtreklame dabei war: Ich fand’s geil.“

 

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