Auf St. Pauli kassierte Stuttgart seine erste Niederlage 2026. Ein Knackpunkt des Spiels war ein „komischer“ Elfmeter, den Chris Führich verschuldete.
Vor dem 0:2 aus Sicht des VfB
Nach 13 Zählern aus den ersten fünf Partien im neuen Jahr erwischte es nun auch erstmals den VfB Stuttgart. Zum Abschluss ihrer vierten englischen Woche in Serie unterlagen die Schwaben auf St. Pauli 1:2. Dabei spürten sie früh, dass es nicht ihr Tag war. „Man hat direkt gemerkt, dass wir schlampig im Passspiel waren. Einfachste Dinge sind nicht gelungen. Es gibt diese Spiele“, so Sebastian Hoeneß am Sky-Mirko.
Sinnbildlich für den gebrauchten Tag stand der verursachte Elfmeter von Chris Führich kurz nach der Pause, in der der VfB eigentlich den schwachen ersten Durchgang abschütteln wollte: Der Außenspieler half bei einem Freistoß hinten aus, bekam den Ball auf dem Weg aus dem Strafraum nach der Ballmitnahme mit dem Oberschenkel allerdings an seine rechte Hand.
Folgerichtig zeigte Schiedsrichter Benjamin Brand, der zunächst auf Freistoß entschieden hatte, nach VAR-Intervention auf den Punkt. Von dort erzielte Danel Sinani das 2:0. „Ich muss den Ball nur anders mitnehmen und dann klären. Was mein rechter Arm da macht, weiß ich auch nicht“, erklärt der 28-Jährige selbst die „ganz, ganz komische Situation“.
„Der Schiedsrichter meinte zu mir, dass die Bilder so katastrophal aussehen, dass er den geben muss.“ (Chris Führich)
Er beteuerte, dass es keine Absicht gewesen sei und ging daher auch noch auf den Platz ins Gespräch mit Brand. „Er meinte zu mir, dass die Bilder so katastrophal aussehen, dass er den geben muss“, verriet der Flügelspieler. Auf seine Rückfrage, was das Regelwerk besagt, habe er vom Referee derweil keine Antwort bekommen. Brand wollte sich die Szene erst selbst anschauen, ehe „er über das Regelwerk redet“.
Ausnahmsweise mal eine Woche Pause für Stuttgart
Letztlich nahm die Situation seinem Team die „Euphorie“, die sie nach Wiederanpfiff entfachen wollte. „Scheiße gelaufen“, bilanzierte Führich. Von dem Nackenschlag erholten sich die Schwaben nicht mehr wirklich, sodass die Niederlage „am Ende wahrscheinlich auch in Ordnung geht“ – wie Hoeneß erläuterte. Nun haben die Cannstatter ausnahmsweise mal eine Woche Zeit, um eine Partie zu verarbeiten: „Erst“ am kommenden Samstag gastiert Köln in der MHP-Arena.
