Am Sonntag wählten die BVB-Mitglieder Hans-Joachim Watzke zum neuen Präsidenten der Organisation. Der langjährige CEO übersah jedoch einen entscheidenden Punkt, da es nur eine Zustimmungsrate von 59 Prozent gab. Bei der Hybridveranstaltung am Sonntagabend erhielt Hans-Joachim Watzke von den 53 Mitgliedern nur 59 Prozent der Stimmen, was für ein klares Mandat nicht ausreichte. Um 18.43 Uhr akzeptierte er die Wahl für eine dreijährige Amtszeit unter Applaus und hörbarem Buhuen im Raum. Dies war nicht das endgültige Ergebnis, das Watzke erwartet hatte, zumal er ohne Gegner kandidierte. Schon vor der Wahl hatten mehrere Mitglieder in ihren Reden Kritik geäußert, insbesondere von der aktiven Fan-Community, die den 66-Jährigen kritisch gegenübersteht. Watzkes neuer Vizepräsident ist Daniel Lörcher, ein ehemaliger Ultra- und Antidiskriminierungsbeauftragter, der mit 71 Prozent der Stimmen gewählt wurde. In einer fast 25-minütigen Rede vor der Wahl sagte Watzke: „Ich gehe dieser Position mit viel Demut und Respekt entgegen. Ich glaube, ich habe die Erfahrung, aber das ist immer noch eine neue Rolle für mich“. Als Vorstandsvorsitzender der KGaA war er gegenüber den Aktionären verantwortlich, was bedeutete, dass er weniger Entscheidungen treffen müsste, diese aber besser abwägen sollte. „Ich will Präsident für jeden Borussischen sein“.
