Unter Beobachtung: Bayers Blaswich macht Fehler, Omlin lauert

Leverkusens Janis Blaswich kann bisher nicht vollends überzeugen. Am vergangenen Samstag in Mönchengladbach wurde einer seiner Aufbaufehler erstmals bestraft. Zugang Jonas Omlin hofft auf seine Chance.

Trainer Hjulmand will den Konkurrenzkampf

Kasper Hjulmand war verärgert nach dem 1:1 in Mönchengladbach. Das gab er offen zu und es war auch seinen sonstigen Ausführungen zu entnehmen. In denen ging es vor allem um Strukturfragen und das Ballbesitzspiel in Hälfte eins, das so einige Wünsche offenließ.

„Der erste Pass“, so Bayers Trainer, „ging in den Druck, das sollte eigentlich eine Warnung sein.“ Es folgten aber weitere – einmal auch von Janis Blaswich (34), der mit seinem Zuspiel auf Aleix Garcia zögerte, Borussias Yannik Engelhardt heransprinten ließ und Leverkusens Sechser so unnötig unter Druck setzte. Kurze Zeit später stand es 0:1. Nach Abpfiff haderte der Keeper: „Das Timing war nicht optimal.“ Er habe zu langsam gehandelt, eine „falsche Entscheidung“ getroffen.

Seit sich Mark Flekken (32) im Spiel bei der TSG Hoffenheim (0:1) eine Bänderverletzung am rechten Knie zugezogen hatte, stand Blaswich in sieben Pflichtspielen für die Werkself auf dem Rasen. Und dass er im Spiel mit dem Ball ab und an Schwierigkeiten hat, das war am vergangenen Samstag nicht zum ersten Mal zu sehen.

In Möchengladbach wird Blaswichs Fehler erstmals bestraft

Gleich bei seinem Debüt am 18. Spieltag in Sinsheim missglückte dem im August als Nummer 2 verpflichteten Blaswich ein Chipball – und er konnte von Glück reden, dass Tim Lemperle aus Abseitsposition traf. Blaswich legte da einen Kaltstart hin, war nicht im Rhythmus, könnte man zur Verteidigung sagen. Allein: Es war eben nicht seine einzige Unsicherheit im Aufbau in den vergangenen Wochen.

Beim sonst nicht auffällig, aber solide haltenden Torhüter-Routinier, der zudem alle 100 Minuten eine Flanke abzufangen versucht, während Flekken nur alle 167 Minuten rausgeht, kam das zuletzt des Öfteren vor. Am vergangenen Spieltag wurde es erstmals bitter bestraft.

Zugang Omlin heizt den Konkurrenzkampf an

Seine generelle Passquote ist dabei gar nicht verkehrt: Insgesamt kamen 77 Prozent an, Flekken liegt 2025/26 bei 75 Prozent. In der Liga brachte Blaswich 79,3 Prozent seiner Pässe an den Mitspieler, Flekken 75,9 Prozent. Zur Einordnung sei hier aber hinzugefügt: Blaswich absolvierte erst vier Ligaspiele, Flekken 17. Und: Der nominelle Stammtorhüter brachte nicht nur mehr lange Bälle ins Ziel (40,5 Prozent statt 35 Prozent), sondern spielte auch öfter ins Angriffsdrittel (10,9 Prozent statt 8,7 Prozent).

Sicherlich war Sommer-Zugang Flekken im Spiel mit dem Ball bisher auch nicht über jeden Zweifel erhaben – ein ums andere Mal passte sein Risikomanagement nicht; gegen Newcastle (2:2) verschuldete er so einen Elfmeter. Grundsätzlich aber ist der niederländische Nationalkeeper mit links wie rechts stärker, damit besser fürs risikoreiche Ballbesitzspiel geeignet. Blaswich zeigte da in seinen wenigen Spielen mehrerlei Wackler.

„Ich hoffe schwer, dass ich mich hier durchsetze.“ (Jonas Omlin, Ende Januar nach seiner Vorstellung bei Bayer)

So – also mit Szenen wie am vergangenen Wochenende, in Sinsheim, gegen St. Pauli (2:0) oder auch in Piräus (0:2) – kann er nicht für die gewünschte große Ruhe im Tor sorgen. Zumal seit Kurzem Jonas Omlin (32) dabei ist, der den Konkurrenzkampf anheizt und nach Spielzeit trachtet. „Ich bin in den letzten Monaten nicht mehr so zum Zug gekommen und hoffe natürlich schwer, dass ich mich hier durchsetzen und auch Spiele für Leverkusen bestreiten kann“, erklärte er zu Beginn seiner bis zum Sommer datierten Leihe von Borussia Mönchengladbach.

„Ich werde alles dafür tun, den anderen es möglichst schwer zu machen und vor allem auch dem Trainer eine möglichst schwere Entscheidung zu bereiten“, so der ehrgeizige Omlin, was Hjulmand begrüßte. „Es wäre ein Problem, wenn er sagt: Ich bin hier, um nicht zu spielen“, befand der Trainer vor rund zwei Wochen und sagte: „Wir haben auch in Janis großes Vertrauen, und jetzt haben wir noch einen Torhüter, der in diesem Konkurrenzkampf steht. Wir sehen, was passiert, aber es ist Konkurrenz.“

Ortega Moreno ist spielstark, hat aber nicht die gewünschte Reichweite

Nach Flekkens Verletzung sondierte Leverkusen den Markt, hatte mehrere Kandidaten im Blick – unter anderem den inzwischen nach Nottingham gewechselten Ex-Bielefelder Stefan Ortega Moreno (33), gegen den sich Bayer zum wiederholten Mal entschied. Er ist zwar bekanntermaßen extrem spielstark, bringt mit seinen 1,85 Metern Länge aber nicht die gewünschte Reichweite mit.

Die haben Flekken (1,95 Meter), Blaswich (1,93) und auch Omlin (1,90), der sicher nicht so behände mit dem Ball umgehen kann wie Ortega Moreno, aber wohl etwas spielstärker als Blaswich einzuschätzen ist. Sollte Omlin allerdings mal zum Einsatz kommen, käme er zu seinem ersten Pflichtspiel seit Mitte Mai und dem 34. Spieltag 2024/25. Wie bei Blaswich wäre es dementsprechend ein nicht einfacher Kaltstart.

 

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