Trikotnummern als Zahlenrätsel – und die Symbolik der 88

Eigentlich sind in den Spielordnungen der DFL und des DFB nur Rückennummern von 1 bis 49 zulässig. Beim 0:2 des SC Freiburg in Frankfurt saßen jedoch zwei Spieler mit der 65 und 69 auf der Bank. Auch die Symbolik der 88 beschäftigt die Verbände.

Warum 49 überschritten wird

Karl Steinmann mit der Rückennummer 65 und Rouven Tarnutzer mit der 69 komplettierten beim 2:0 von Eintracht Frankfurt gegen Freiburg das Aufgebot des Sport-Clubs. Schon seit Jahren lassen die Breisgauer auch die Spieler ihrer zweiten Mannschaft für die Bundesliga registrieren.

Dadurch wird Paragraf 4, Absatz 7, der Spielordnung ad absurdum geführt. Darin heißt es: „Nur die Nummern 1 bis 49 dürfen vergeben werden, wobei die Nummer 1 einem Torhüter vorbehalten ist.“ Doch spätestens, wenn diese Nummern ausgeschöpft sind, drückt die DFL häufig ein Auge zu.

Der SC Freiburg ist kein Einzelfall. In der Vorsaison kamen Erencan Yardimci mit der 53 und David Mokwa mit der 52 bei der TSG Hoffenheim zum Einsatz. Die 77 von Andreas Görlitz mutet allerdings weiterhin wie ein Rekord für die Ewigkeit an, gefolgt von Bixente Lizarazus 69. Görlitz lief 2007/08 mit der 77 auf dem Trikot für den Karlsruher SC auf.

Die Ausnahmen bei Trikotnummern sind zahlreich

2011 verankerte die DFL in ihrer Spielordnung, dass nur Trikotnummern zwischen 1 und 40 vergeben werden dürfen. Diese Regelung wurde vor wenigen Jahren auf 49 erweitert. Eigentlich soll diese Grenze nur überschritten werden, wenn die Nummern 1 bis 49 vergeben sind, doch die Ausnahmen sind zahlreich.

So geben manche Klubs die 12 nicht mehr aus und haben sie den Fans als „zwölftem Mann“ gewidmet. Im Dezember 2024 beschloss der FC Bayern, die Nummer 5 zu Ehren von Franz Beckenbauer nie wieder zu vergeben.

Auch bei der Vergabe von niedrigen Nummern an Vertragsspieler tun sich manche Klubs schwer, um keinen falschen Eindruck zu erwecken. Manchmal wird zu Saisonbeginn die symbolträchtige 10 auch einfach nur freigehalten, weil ein Verein vorhat, im Laufe der Saison noch einen Spielmacher zu verpflichten.

Warum die 88 für Debatten sorgt

Vollkommen anders gelagert sind die Diskussionen um die mögliche Vergabe der 88. Zweimal der achte Buchstabe des Alphabets („HH“) steht auch als Abkürzung für die verbotene Grußformel „Heil Hitler“. Dies beschreibt auch der DFB in einer 2025 erstellten Broschüre mit dem Titel „Gegen Rechtsextremismus und Diskriminierung“. Am Donnerstag will sich der Spielausschuss des Verbands erneut mit dem Thema Zahlensymbolik befassen.

In den oberen Ligen unterhalb des DFL-Bereichs ist über die DFB-Spielordnung geregelt, dass nur Rückennummern von 1 bis 49 vergeben werden sollen. Darunter sind zumindest bisher die Landesverbände zuständig. In Bayern ist die 88 per Satzung verboten. Im vergangenen November stimmten die Mitglieder des Berliner Fußball-Verbandes mit 48:52 gegen eine solche Regelung. Die Befürworter eines Verbots hoffen seitdem auf eine bundesweite Regelung durch den DFB.

 

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