Vor dem Spiel gegen Leverkusen am Samstag freut sich Freiburgs Trainer Julian Schuster über eine deutlich größere Personalauswahl. Zwei zuletzt gesperrte Stammkräfte drängen zurück in die Startelf und auch bei zwei Verletzten geht es voran.
Auch Beste drängt zurück
Der Februar war kein leichter Monat für Johan Manzambi. Erst sah der Freiburger Shootingstar beim 1:0-Heimsieg gegen Bremen nach erneut unglücklicher Aktion seine zweite Rote Karte der Saison – und bekam als Wiederholungstäter eine heftige Drei-Spiele-Sperre aufgebrummt. Im DFB-Pokal-Viertelfinale drei Tage später bei Hertha BSC wurde der kreative Mittelfeldspieler dann erst gegen Ende eingewechselt – und verschoss als einziger SC-Profi seinen Elfmeter im finalen Shoot-out.
Immerhin die beiden Team-Erfolge gegen Bremen und Hertha sorgten für Trost. Persönlich standen Manzambi allerdings fast vier Wochen ohne Wettkampf bevor, die erst am Samstag mit der Einsatzmöglichkeit gegen Leverkusen enden. Nimmt man die Leistungsdelle mit dazu, die das ab April 2025 in rasantem Tempo plötzlich ins Schweizer Nationalteam durchgestartete Top-Talent vor der Sperre erlebt hat, ist es aktuell sicher Manzambis herausforderndste Phase als Profi.
- Freiburgs Shootingstar Manzambi erlebt die erste Delle
Spannend ist nun, in welcher Verfassung Manzambi zurückkommt. Die Wettkampfpause könnte sich nach vielen Einsätzen zuvor in Klub und Nati ja auch als vorteilhaft entpuppen, um mit aufgeladenen Akkus neu anzugreifen. „Wir konnten die Zeit nutzen“, sagte Julian Schuster am Donnerstag: „Jeder, der Johan beobachtet, weiß, wie sehr er mit den Hufen scharrt. Er freut sich natürlich sehr, wieder dabei sein zu können.“
Individuelle Fördermaßnahmen
Der SC-Coach sieht im Zeitpunkt der Sperre einen positiven Aspekt. „Es war genau die Phase, in der wir ohne englischen Wochen zum Glück viel Mannschaftstraining hatten. Das war wichtig für ihn, dass in diesem Bereich die Belastung sehr hoch war.“ Zudem sei Raum für individuelle Fördermaßnahmen gewesen: „Bei ihm konnte wir dazu Dinge drauflegen, was Athletik und Schnelligkeit betrifft sowie inhaltliche Dinge auch im Detail mit ihm analysieren.“
Sonst gelte es laut Schuster bei allem Engagement immer auch Rücksicht auf die „körperliche und mentale Frische der Jungs zu nehmen“, um sie ideal auf ein Spiel vorzubereiten: „Das konnten wir bei Johan jetzt ein Stück weit ausklammern.“
Manzambi dürfte gute Chancen haben, direkt wieder in die Freiburger Startelf zurückzukehren. Auch, weil Hauptkonkurrent Patrick Osterhage als offensiverer Part der Doppelsechs zuletzt nicht seine beste Phase erlebte. Vielleicht sogar noch bessere Aussichten auf ein Mandat in der Anfangself kann man Rechtsaußen Niklas Beste zuschreiben, der wegen einer Gelbsperre nur eine Partie fehlte.
Fortschritte bei Lienhart und Kübler
„Das sind zwei Jungs, die in der Saison oft bei uns begonnen haben“, sagt Schuster zum Stellenwert von Manzambi und Beste, betont aber zugleich, dass er sich freue, jetzt auch wieder mehr Auswahl und Qualität auf der Bank zu haben, um von dort wichtige Impulse setzen zu können.
Im Kader könnte auch erstmals seit seiner Auswechslung am 10. Januar gegen den HSV (2:1) wieder Philipp Lienhart stehen. Der Stamm-Innenverteidiger war laut Schuster nach seiner Bauchmuskelverletzung diese Woche wieder vollwertiger Teil des Mannschaftstrainings. Lukas Kübler (nach Knieblessur) macht derweil zwar auch Fortschritte, hat aber noch „nicht vollumfänglich“ mit den Kollegen trainiert. Mit einem Kadermandat für den Rechtsverteidiger ist also noch nicht zu rechnen.
