Beim Bundesliga-Gipfeltreffen muss Borussia Dortmund auf einige Defensivspieler verzichten. Nun steht immerhin fest: Nico Schlotterbeck ist bereit für die Startelf.
Defensiv-Puzzle erleichtert
Beim bitteren Champions-League-Aus in Bergamo am Mittwoch war Nico Schlotterbeck hauptsächlich durch seine späte Rote Karte aufgefallen, die er von der Ersatzbank aus gesehen hatte. Dort hatte er die gesamte Spielzeit verbracht, war aufgrund muskulärer Probleme nicht zum Einsatz gekommen. Ein Einsatz sei, obwohl Schlotterbeck im Kader stand, nicht geplant gewesen, hieß es später vom BVB.
Pünktlich für das Topspiel gegen den FC Bayern kann Trainer Niko Kovac nun aber wieder mit dem deutschen Nationalspieler planen. „Er ist morgen bereit, kann auch von Beginn an spielen“, sagte der BVB-Coach auf der Pressekonferenz am Freitag. „Es sieht schon ganz anders aus als noch in Bergamo.“ Sein letztes Pflichtspiel hat der 26-Jährige vor drei Wochen beim 2:1 in Wolfsburg absolviert, im Anschluss fehlte er zunächst wegen einer Gelbsperre, dann ließ die Blessur keinen Einsatz zu.
Die Rückkehr des Abwehrspielers in die Startformation ist nicht nur aufgrund seiner Qualität eine gute Nachricht für Kovac, auch das Defensiv-Puzzle um ihn herum gestaltet sich durch sein Comeback einfacher. Niklas Süle und Filippo Mane fallen auch für das Bayern-Spiel aus, Julian Ryerson fehlt aufgrund der fünften Gelben Karte. Wäre nun auch Schlotterbeck ausgefallen, hätte sich die BVB-Defensive quasi von selbst aufgestellt.
So könnte Kovac aber wohl auf die Dreierkette aus Schlotterbeck, Waldemar Anton und Emre Can setzen, der in Bergamo unglückliche Ramy Bensebaini dafür auf die Bank rücken. Can war in Bergamo nach einmonatiger Pause wieder in die Mannschaft zurückgekehrt und hatte direkt über 90 Minuten auf dem Platz gestanden. „Er hat das gut verkraftet“, sagte Kovac über seinen Kapitän, dem wie zu Saisonbeginn Adduktorenbeschwerden zu schaffen machten. „Er ist heute im Training und könnte am Samstag spielen.“
