Seiwald: Im dritten Jahr endlich unverzichtbar

Am Samstag bestritt Nicolas Seiwald sein 100. Pflichtspiel für RB Leipzig. Am Dienstag blickte er in einer Medienrunde auf seine knapp drei Jahre zurück – und sprach über seine Erwartungen und Pläne im Klub und bei der WM.

Lukeba fällt aus, Baku und Gruda angeschlagen

Ohne Ridle Baku und Brajan Gruda startete RB Leipzig am Dienstag mit einer öffentlichen Einheit in die Trainingswoche, begünstigt durch die Osterferien in Sachsen säumten rund 1500 Zuschauer die Anlage am Cottaweg. Baku hatte beim 2:1 in Bremen einen Schlag abbekommen, sollte aber bis zum Heimspiel am Samstag bei Borussia Mönchengladbach wieder einsatzfähig sein. Gruda laboriert an Adduktorenbeschwerden, weshalb er bereits am Samstag fehlte. Für ihn könnte es bis Samstag eng werden.

Verteidiger Castello Lukeba, der sich in Bremen einen kleinen Muskelfaserriss im linken Adduktorbereich zugezogen hatte, wird aller Voraussicht nach gegen Mönchengladbach nicht zur Verfügung stehen. Für den Franzosen rückt Nicolas Seiwald aus dem defensiven Mittelfeld zurück in die Innenverteidigung. Bereits in Bremen, wo Seiwald sein 100. Pflichtspiel für RB bestritt, hatte Trainer Ole Werner nach Lukebas Auswechslung diese Umbesetzung angeordnet. „Meine Aufgabe ist ohnehin, die Drecksarbeit zu erledigen und den Laden sauber zu halten, jetzt als Innenverteidiger eben noch mehr“, so Seiwald über die temporäre Umbesetzung.

Wohler fühlt sich der Österreicher indes weiter auf der Sechs, und da ist er in seiner dritten Saison bei den Sachsen zur Stammkraft und zum Leistungsträger aufgestiegen. In 31 der 32 Pflichtspiele stand er in der Startelf. Mit 2377 Einsatzminuten in der Liga hat er seine Spielzeit aus dem Vorjahr (2080 Minuten) und erst recht aus seiner ersten RB-Saison (707) schon jetzt deutlich übertroffen.

„Es war eine Entwicklung in die richtige Richtung, es war konstant, ist Schritt für Schritt gegangen. Im Nachhinein finde ich es cool, dass es so geklappt hat“, sagt Seiwald rückblickend und fügt hinzu: „Das bestätigt einen, dass sich die Arbeit, die man tagtäglich geleistet hat, ausgezahlt hat, dass man nach ein paar Rückschlägen dran geblieben ist und immer weiter Gas gegeben hat – auch wenn man mal nicht so viel gespielt hat.“

„Entwicklung noch lange nicht zu Ende“

Auf dem Zenit sieht sich der 24-Jährige freilich keinesfalls. „Die Entwicklung ist noch lange nicht zu Ende“, prophezeit Seiwald, der beim Schwesterklub in Salzburg ausgebildet wurde und im Sommer 2023 für 20 Millionen Euro nach Leipzig kam. Unter Marco Rose hatte er in seiner ersten Spielzeit einen schweren Stand, aus dem Schatten der renommierten Xaver Schlager, Kevin Kampl und Amadou Haidara zu treten. In der österreichischen Nationalmannschaft indes war Seiwald schon da eine feste Größe, maximal gefördert und unterstützt von Auswahltrainer Ralf Rangnick, der schon immer von den Qualitäten des zweikampfstarken Defensiv-Allrounders überzeugt war.

Rangnick als großer Förderer

Von den 44 Länderspielen, die der langjährige RB-Macher Rangnick seit Juni 2022 als Cheftrainer der Österreicher leitete, verpasste Seiwald nur ein Testspiel in Andorra. 41 Mal stand er in der Anfangsformation, und mit einer Ausnahme war er stets auch beim Abpfiff noch auf dem Platz.

„Nici hat nochmal einen großen Schritt gemacht. Dass er defensiv einer unserer zuverlässigsten Spieler ist, war eh schon klar. Jetzt aber hat er auch mit Ballbesitz enorm zugelegt“, lobte Rangnick vor elf Tagen nach dem 5:1-Sieg gegen Ghana, als Seiwald in seinem 46. Länderspiel sein erstes Tor gelungen war.

„Er hatte schon einen großen Einfluss, weil er immer an mich geglaubt und mir vertraut hat. Und weil er mir immer die Bestätigung gegeben hat, dass ich die Qualität dazu habe“, sagte Seiwald am Dienstag über seinen großen Förderer, mit dem er nach der Saison zu seiner WM-Premiere in die USA aufbricht. „Jetzt, nach dem März-Lehrgang habe ich ein gutes Gefühl. Wir haben ein gutes Team, auch ein gutes Teamgefüge“, blickt Seiwald optimistisch dem Turnier entgegen, bei dem Jordanien, Algerien und Titelverteidiger Argentinien die Gruppengegner sein werden. Sicher ist da nur eines: Bleibt Seiwald fit und gesund, ist er in diesen Spielen gesetzt.

 

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