Schlager-Abschied aus Leipzig offiziell – Kommt jetzt Reitz?

Es hatte sich schon seit Wochen angebahnt, jetzt ist es offiziell: Xaver Schlager (28) verlängert seinen Vertrag bei RB Leipzig nicht und verlässt den Klub nach vier Jahren ablösefrei zum Saisonende.

Keine Vertragsverlängerung bei RB

In einer Pressemitteilung verkündete der Klub am Freitag, was sich schon seit längerer Zeit angekündigt hatte: RB Leipzig und Xaver Schlager werden ihre Zusammenarbeit im Sommer beenden. Nach mehreren „offenen und wertschätzenden Gesprächen“ habe sich der Mittelfeldspieler dazu entschlossen, seinen zum 30. Juni 2026 auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern und ein neues Kapitel aufzuschlagen.

„Wir haben uns wirklich intensiv über einen langen Zeitraum und in mehreren Runden darum bemüht, Xaver weiter an uns zu binden. Dennoch akzeptieren und respektieren wir natürlich seine Entscheidung, sich noch einmal neu zu orientieren, zumal der gesamte Prozess von ehrlichen und offenen Gesprächen geprägt war“, wird Sport-Geschäftsführer Marcel Schäfer zitiert.

Reitz mit Ausstiegsklausel in Gladbach

Da sich diese Entscheidung schon lange angekündigt hatte, sind die Leipziger schon intensiv auf der Suche nach einem passenden Nachfolger. Nach kicker-Informationen beschäftigt man sich bei RB dabei intensiv mit Rocco Reitz (23). Der Mittelfeldspieler hat bei Borussia Mönchengladbach eine Ausstiegsklausel, kann nach kicker-Informationen im Sommer für rund 23 Millionen Euro wechseln.

Leipzig hatte Schlager im Sommer 2022 für zwölf Millionen Euro nach Leipzig geholt in der Hoffnung, der Österreicher werde zum entscheidenden Anker im zentralen Mittelfeld. Tatsächlich erfüllte der laufstarke und einsatzfreudige Schlager diese Erwartungen meistens, wenn er fit auf dem Platz agieren konnte.

Allerdings belegen 97 Pflichtspiele in den gut dreieinhalb RB-Jahren, dass dies allzu häufig und vor allem in den vergangenen knapp zwei Jahren nicht der Fall war. Nach einem Kreuzbandriss im Mai 2024, dem bereits zweiten in seiner Karriere, und einer anschließenden Muskelverletzung fiel er in der Saison 2024/25 nahezu komplett aus. Auch in der laufenden Saison kam er verletzungsbedingt nur schwer in Tritt.

Traum von der Premier League

Auch deshalb wollte Schäfer im neuen Vertragsangebot keine Gehaltserhöhung anbieten. Im Zuge der Personalkosten-Einsparung sollte der Mittelfeldspieler vielmehr Abstriche in Kauf nehmen. Dies dürfte in den Verhandlungen aber nicht der entscheidende Punkt gewesen sein. Schlager hatte in der Vergangenheit immer wieder betont, dass ihn ein Wechsel in die Premier League locken würde.

„Schlussendlich ist bei mir der Wunsch stärker gewesen, noch einmal etwas anderes zu erleben und zu probieren. Es ist keine Entscheidung gegen RBL, sondern für etwas Neues“, wird er in der Pressemitteilung zitiert. Für diesen Wechsel hat er jetzt den Weg geebnet.

 

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