In der vergangenen Woche verpflichtete RB Leipzig Suleman Sani vom slowakischen Erstligisten FK AS Trencin. Am Dienstag stand der 19 Jahre junge Stürmer erstmals mit seinen neuen Kollegen auf dem Platz.
Neuzugang aus Nigeria stellt sich vor
Als Suleman Sani am Dienstag den Trainingsplatz auf dem Gelände des Leistungszentrums von RB Leipzig am Cottaweg betrat, brandete freundlicher Beifall der anwesenden Fans auf. Der jüngste Zugang der Sachsen honorierte die Sympathie-Bekundungen mit einem kurzen Klatschen in Richtung der Anhänger, ehe er selbst von seinen neuen Kollegen beklatscht wurde – nachdem er sich seinem neuen Team kurz vorgestellt hatte.
Vorbild Eden Hazard
In seiner ersten, knapp 90 Minuten dauernden Einheit für seinen neuen Arbeitgeber blieb der nigerianische Angreifer, den RB für eine Sockelablöse von fünf Millionen Euro vom slowakischen Erstligisten FK AS Trencin verpflichtet hat, weitgehend unauffällig.
Künftig will Sani allerdings auf sich aufmerksam machen. Der Teenager, den einstigen belgischen Starstürmer Eden Hazard (u.a. FC Chelsea, Real Madrid) als sein Vorbild bezeichnet, ist nach Leipzig gekommen, um auch in einer der großen Ligen seine Spuren zu hinterlassen. „Leipzig setzt sehr auf junge Talente. Für mich war das die beste Option“, sagte der 19-Jährige am Dienstag im Rahmen einer Medienrunde, „RB Leipzig gehört zu den Top-Mannschaften in Europa, dorthin zu kommen, ist mein Ziel.“
Erstmal will Sani aber in Leipzig ankommen. Die ersten Eindrücke nennt er „positiv“, mit Verteidiger Benjamin Henrichs, der ghanaische Wurzeln hat, hat er auch schon eine gute erste Verbindung aufgebaut, wie er berichtet.
„Ich will die Philosophie des Teams adaptieren“
Zuvorderst aber will der 1,75 Meter große und 78 Kilogramm schwere Flügelstürmer, der sich als Linksaußen am besten aufgehoben sieht und bei RB einen Vertrag bis 2031 unterschrieben hat, sportlich auftrumpfen. „Ich will die Philosophie des Teams adaptieren und die Spieler besser kennenlernen“, sagt Sani über seine kurzfristigen Ziele, „ich bin zuversichtlich gestimmt für die Zukunft. Ich bringe eine gute Qualität ins Team.“ Etwa seine Schnelligkeit. „Ich bin explosiv“, beschreibt der junge Mann eine seiner Stärken, „und ich kann mit beiden Füßen schießen.“
Zunächst muss sich Sani aber erst einmal an die Eigenheiten des Fußballs in Deutschland gewöhnen. „Das erste Training war komplett anders als in der Slowakei. Es war unglaublich intensiv und schnell“, sagt Sani, und zur Untermalung dessen, was er er mitteilen will, klatscht er mehrmals in die Hände und sagt: „Es geht alles bab bab bab.“
„“Wenn ich mich in der Bundesliga beweise, bekomme ich definitiv eine Chance.““ (Suleman Sani zum Thema Nationalmannschaft Nigerias)
Lange will Sani aber möglichst nicht brauchen, um das Bundesliga-Niveau zu adaptieren. Und er hat bei RB auch schon einen Profi ausgemacht, an dem er sich orientieren will: Yan Diomande. Der ivorische Flügelflitzer ist zweieinhalb Monate jünger als Sani, spielte vor gut einem Jahr noch in der US-College-Liga und hat sich nach seinem Wechsel von CD Leganes nach Leipzig im zurückliegenden Sommer zum Shooting Star entwickelt. „Er ist jemand, auf den ich schaue und den ich mir zum Vorbild nehme“, betont Sani.
Im Blick hat der jüngste Zugang der Sachsen auch die Nationalmannschaft Nigerias. „Ja, das ist ein Ziel“, sagt er, „aber deine Leistung muss für dich sprechen, nicht die Worte. Wenn ich mich in der Bundesliga beweise, dann bekomme ich definitiv meine Chance.“ Zunächst wäre Sani froh, wenn er zeitnah von RB-Trainer Ole Werner die Chance bekäme, sich zu bewähren.
Vorbilder?
„Eden Hazard von Chelsea.“
Stärken?
„Meine Explosivität. Ich bin explosiv, und ich kann mit beiden Füßen schießen.“
