Saier zu Ogbus-Leihe: „Denke eher, dass wir so zusammenbleiben“

Das 25-jährige Bestehen der Freiburger Fußballschule und der neue SC-Rekordspieler Christian Günter standen im Mittelpunkt des Neujahrsempfangs des SC Freiburg, bei dem es auch um den Stand bei Bruno Ogbus ging.

Launiger Neujahrsempfang des SC Freiburg

Er habe „eher das Gefühl, dass nichts mehr passiert“, sagte Sportvorstand Jochen Saier, als er beim „Anstoß 2026“ im Europa-Park-Dome in Rust, dem Neujahrsempfang des SC Freiburg, von Moderator Tom Bartels vor rund 500 geladenen Gästen aus Wirtschaft und Politik nach möglichen Transfers noch in diesem Winter gefragt wurde. Konkret ging es dabei auch um Verteidiger Bruno Ogbus, der als Kandidat für eine Ausleihe galt, nach der Verletzung von Philipp Lienhart aber sowohl in Leipzig als auch in Augsburg in der Startelf stand. „Er hat es zweimal 90 Minuten richtig gut gemacht“, sagte Saier über den 20-jährigen Schweizer. „Ich denke eher, dass wir so zusammenbleiben.“

Der Sport-Club habe „junge, entwicklungsfähige Spieler, Tabellenplatz und Gesamtentwicklung stimmen“, zeigte er sich zufrieden. Und das gilt auch aus wirtschaftlicher Sicht, betonte Finanzvorstand Oliver Leki einmal mehr. Er bedankte sich vor allem bei den Sponsoren. „Wir brauchen den Schulterschluss mit der Region, wir brauchen viele um uns herum“, erklärte Leki. Schließlich werde der Verein „nicht von einem Immobilienentwickler oder einem Brausehersteller“ finanziert, sei aber „wirtschaftlich und strukturell stark“.

Der Freiburger Nachwuchs

In der 2001 eröffneten Freiburger Fußballschule, dem Nachwuchsleistungszentrum (NLZ), sieht der Sport-Klub einen weiteren wichtigen Baustein, um mit den Großen der Liga mithalten zu können. Saier verwies stolz darauf, dass am Sonntag in Augsburg sechs Spieler aus dem eigenen NLZ in der Startelf standen, ein siebter mit Max Rosenfelder eingewechselt wurde, und beim FCA zudem noch die beim SC ausgebildeten Yannik Keitel, Keven Schlotterbeck und Robin Fellhauer dazu kamen.

Zu den Eigengewächsen gehört auch Torwart Noah Atubolu, der im Bühnengespräch mit Bartels „die richtig gute Arbeit“ des Vereins lobte, und auch die neben ihm sitzenden Saier und Sportdirektor Klemens Hartenbach. „Ich habe eine Anfangszeit gebraucht in der Jugend, die wurde mir gegeben, und das konnte ich jetzt zurückzahlen“, sagte Atubolu, der kürzlich sein 100. Profispiel für den SC gemacht hat.

Kimmich und Herrmann wären fast Freiburger gewesen

Die Chance dazu hätte sich offenbar auch der junge Joshua Kimmich gewünscht. Wie Hartenbach erzählte, war der Nationalspieler als Teenager im Probetraining in Freiburg. Dreimal in der Woche drei Stunden Fahrzeit zum Training von Rottweil aus wollte man ihm aber ersparen. „Wir machen es nicht“, habe der SC damals gesagt – „aber es wäre schon nett gewesen“, fügte Hartenbach hinzu und sorgte für Lacher im Saal. Das galt auch für Patrick Hermann, dessen Beobachtungsbogen der Sportdirektor preisgab. Man habe den Jugendlichen nicht aus seinem familiären Umfeld reißen wollen, doch der ging dann nach Mönchengladbach.

Zwei SC-Legenden

Anekdotenreich und launig wurde es für die Gäste auch, als der neue SC-Rekordspieler und sein Vorgänger auf der Bühne saßen. Seine Frau habe es „gar nicht so gewusst“, dass er diese Bestmarke innehatte, erzählte Andreas Zeyer (440 Pflichtspiele für den SC), und auch ihm selbst sei es erst wieder klar geworden, als sich Christian Günter anschickte, ihm den Rekord abzunehmen. Das ist ihm im November gelungen, inzwischen kommt der SC-Kapitän auf 450 Pflichtspiele.

Im Jahr 2003 habe er Zeyer erstmals bewusst im Dreisamstadion spielen sehen, erinnerte sich Günter. Da hatte der heute 57-Jährige schon einige „chaotische“ Anfangsjahre im Verein mit wechselnden Trainern erlebt. „Erst mit Volker Finke wurde es systematisch angegangen“, sagte Zeyer. Bilder aus den 90er Jahren flackerten dabei über die Leinwand. Der Mittelfeldspieler war danach noch für den Hamburger SV, den Karlsruher SC und den VfL Bochum im Einsatz, kehrte aber nach Freiburg zurück, wo er 2004 seine Karriere beendete.

 

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