Das Saisonziel Qualifikation für die Champions League hat RB Leipzig bereits erreicht. Beim SC Freiburg will Trainer Ole Werner die Punkte-Rekordmarke brechen und damit „die viel zitierte Kirsche auf die Torte setzen“.
Leipzig will Punkte-Rekord brechen
67 Zähler hat RB Leipzig im ersten Bundesliga-Jahr 2016/17 geholt, als der Aufsteiger unter Ralph Hasenhüttl auf Anhieb Vizemeister hinter dem FC Bayern wurde. Die Marke blieb in den Folgejahren unerreicht, am Samstag beim Gastspiel in Freiburg könnten die aktuell mit 65 Zählern auf Platz drei rangierenden Sachsen nun diese Bestmarke brechen. „Wir können die historisch gesehen beste Bundesliga-Saison unseres Vereins spielen und die viel zitierte Kirsche auf die Torte setzen“, betonte denn auch Trainer Ole Werner auf der Pressekonferenz am Freitag und fügte hinzu: „Die Truppe hätte es verdient, weil es eine besondere Mannschaft ist.“
Dank der bereits sichergestellten Qualifikation für die Champions League gestaltete sich die Woche ausgesprochen harmonisch und entspannt für Werner und seine Mannschaft, die am Donnerstag beim letzten öffentlichen Training der Saison von rund 1400 Fans gefeiert wurde.
In Freiburg, das im Fernduell mit Frankfurt und Augsburg noch um den Einzug in die Conference League kämpft, wird Werner allerdings nicht mit der kompletten Stammelf antreten. „Ich werde die Aufstellung so wählen, dass wir die höchstmögliche Wahrscheinlichkeit haben, das Spiel zu gewinnen. Ich werde aber auch den einen oder anderen bringen, der in letzter Zeit mit den Hufen gescharrt hat“, sagte Werner.
Finkgräfe dürfte von Raums WM-Pause profitieren
So wird der zuletzt mehrfach mit Leistenproblemen kämpfende Kapitän David Raum eine Pause erhalten, um sich bestmöglich auf die anstehende WM in Mexiko, Kanada und den USA vorzubereiten. „Er hat im Sommer noch ein Riesenpensum vor sich, da wird ihm die Pause guttun. Wenn wir unsere Ziele Richtung Champions League noch erreichen müssten, hätte ich ihn sicher auf den Platz gestellt“, sagte Werner, der vermutlich Max Finkgräfe auf die linke Abwehrseite beordern wird.
Festgelegt hat sich Werner zudem, dass Torwart-Routinier Peter Gulacsi sein 269. Bundesligaspiel bestreiten wird. „Pete wird im Tor stehen. Er hat einen Riesenanteil an dieser Saison. Da geht es darum, einem solchen Spieler einen guten Saisonausklang zu geben“, sagte Werner. Der 36-jährige Gulacsi musste am 15. Februar beim 2:2 gegen Wolfsburg nach 29 Minuten verletzungsbedingt das Tor räumen und hatte danach seinen Platz an Maarten Vandevoordt (24) eingebüßt. Der belgische Herausforderer wird als Nummer eins in die neue Saison gehen, während Gulacsi ins zweite Glied rückt.
Auf einen Einsatz hofft auch Benjamin Henrichs, der auf der rechten Abwehrseite gegenüber WM-Kandidat Ridle Baku das Nachsehen hatte. „Die Spieler, die hintendran waren, haben nicht die Einsatzzeiten bekommen, die sie verdient hätten“, weiß Werner. Dies wird sich allerdings ändern, wenn RB nach einem Jahr ohne Europapokal-Auftritte in der nächsten Saison wieder in drei Wettbewerben vertreten ist.
