Bei Borussia Mönchengladbach fokussiert man sich auf das wegweisende Heimspiel gegen St. Pauli am Freitag. Bei einer wichtigen Personalie gibt der Trainer erst einmal Entwarnung.
Takai droht auch gegen St. Pauli auszufallen
Mit der Rotsperre von Rocco Reitz haben die Borussen neben der 1:4-Niederlage auch in personeller Hinsicht wenig Erfreuliches aus München mitgebracht. Dass der Kapitän im wegweisenden Heimspiel gegen den FC St. Pauli am Freitagabend (20.30 Uhr, LIVE! bei kicker) zuschauen muss, schmeckt Eugen Polanski gar nicht, aber wenigstens bei einer anderen wichtigen Personalie kann der Trainer erst einmal Entwarnung geben. Jens Castrop, der im Spiel beim Rekordmeister in der 67. Spielminute angeschlagen ausgewechselt werden musste, steht für den Abstiegskrimi wahrscheinlich zur Verfügung.
Dass Castrop beim Start in die Vorbereitungswoche noch nicht auf dem Trainingsplatz stand, sei „eine reine Vorsichtsmaßnahme“ gewesen, teilte Polanski nach der Einheit mit. Der Coach sehe – mit der Einschränkung „Stand jetzt“ versehen – „keine Gefahr für das Spiel am Freitag“, so der 39-Jährige weiter. Der dynamische, lauf- und einsatzfreudige Castrop hatte sich zuletzt den Platz auf der linken Schiene erkämpft und war auf dieser Position sowohl in München als auch zuvor beim Heimsieg gegen Union Berlin (1:0) Polanskis erste Wahl gewesen. Damit schob sich der Allrounder an Lukas Ullrich vorbei.
Nur eine Mini-Hoffnung bei Takai
Weniger zuversichtlich äußerte sich Polanski hinsichtlich einer Rückkehr von Kota Takai gegen die Hanseaten. Der Innenverteidiger pausierte zu Wochenbeginn weiterhin aufgrund von muskulären Problemen. Bei Takai, der zweimal in Folge gefehlt hat, wird die Zeit vermutlich zu knapp, zu groß ist der aufgebaute Rückstand. Ganz aufgegeben hat Polanski die Hoffnung auf ein Comeback des Japaners aber noch nicht. Dass Hugo Bolin, Alejo Sarco und Niklas Swider bei der ersten Einheit der Woche nur Teile des Teamtrainings absolvierten, fiel nach Klubangaben unter die Rubrik „Belastungssteuerung“.
Fortschritte macht indes Nathan Ngoumou, der aufgrund eines Risses der Achillessehne noch kein Saisonspiel bestreiten konnte. „Er hat schon sehr gute Sachen mit dem Ball gemacht. Er ist schmerzfrei und man sieht ihn lächeln. Das ist sehr positiv“, sagt Polanski. Der Franzose tastet sich im Rahmen des Aufbauprozesses Schritt für Schritt ans Mannschaftstraining heran. Von einer Rückkehr in den Spielbetrieb ist Ngoumou noch ein gutes Stück entfernt.
