Der FC Bayern will noch mehr auf Talente setzen. Um die Jugendarbeit weiter zu fördern, soll es neue Strukturen und neues Personal geben. Auch könnten sich die Verantwortlichkeiten in der Führungsetage verschieben.
Nürnbergs Wiesinger soll Weinzierl ablösen
Die Bedeutung des Bayern-Campus‘ steigt mehr und mehr. Schon im vergangenen Jahr hatte die Vereinsspitze des deutschen Rekordmeisters den Fokus verstärkt auf die Arbeit an der Ingolstädter Straße gerichtet. Spätestens der Aufstieg von Lennart Karl bestätigte die Klubführung darin, das Nachwuchsleistungszentrum weiter zu verbessern. Der kicker hatte bereits vor dem Jahreswechsel angekündigt, dass es zu Veränderungen kommen könnte – nun werden die Weichen dafür gelegt.
Michael Wiesinger, der von 1999 bis 2001 das Bayern-Trikot getragen hat und derzeit die Nachwuchsarbeit beim 1. FC Nürnberg steuert, soll, so berichtete auch die BILD, als neuer Sportlicher Leiter installiert werden und Markus Weinzierl ablösen. Weinzierls Vertrag läuft nach der Saison aus, es gibt Überlegungen, den Ex-Bundesliga-Trainer (Augsburg, Stuttgart, Schalke) in anderer Funktion weiterzubeschäftigen – ein finales Urteil steht jedoch noch aus.
Bei Wiesinger gibt es noch Details zu klären
Der 53-jährige Wiesinger hingegen ist der Wunschkandidat, er soll seinem derzeitigen Arbeitgeber den Wechselwunsch bereits mitgeteilt haben. Nun gilt es, die finalen Details zu klären – wie in etwa das Antrittsdatum. Ursprünglich war der 1. Juli angedacht.
Unterschreibt Wiesinger beim FC Bayern, soll eine größere Umstrukturierung folgen. Wie der kicker erfahren hat, könnte der Verantwortungsbereich des Münchner Campus‘ in absehbarer Zeit weg von Sportvorstand Max Eberl und an Sportdirektor Christoph Freund übertragen werden. Der Österreicher, der jetzt im Zuge dieser Neuerungen von der Vereinsspitze gestärkt werden soll, soll dann in Zusammenarbeit mit Campus-Chef Jochen Sauer sowie Neuzugang Wiesinger federführend sein. Bereits vor knapp anderthalb Jahren war dieses Trio Thema beim FCB, ehe Sportvorstand Eberl zum 1. September 2024 Weinzierl installierte.
Freund soll mit Sauer und Wiesinger den Campus leiten
Ferner sind auch im U-Trainerbereich Personalwechsel vorgesehen. So soll unter anderem die Stelle des U-19-Trainers neu besetzt werden. Ebenso wird über die Zusammensetzung des Trainerteams der U 23 diskutiert; Holger Seitz, der aktuelle Trainer der zweiten Mannschaften, wird als Fachmann geschätzt.
Zudem ist nicht auszuschließen, dass sich die Umstrukturierung am Campus auch auf den Profibereich auswirkt – womöglich auf das von Nils Schmadtke geleitete Scouting. Die Bosse haben sehr wohl registriert, dass der 36-Jährige, dessen Vertrag im Sommer ausläuft, nahezu die gesamte Abteilung umgekrempelt und für einen radikalen Austausch gesorgt hat. Nicht nur deshalb soll es vermehrt zu Ungereimtheiten zwischen dem Duo Eberl/Schmadtke und Sportdirektor Freund gekommen sein. Erst in dieser Woche soll der nächste Abgang besiegelt worden sein.
