Nach dem 1:8: Bauers Selbstkritik, sein Amoura-Plan und eine Toiletten-Erklärung

Befreiungsschlag oder verschärfter Abstiegskampf: Der VfL Wolfsburg steht nach dem 1:8 in München und vor dem Spiel gegen den FC St. Pauli mächtig unter Druck.

„Das war definitiv ein Learning für uns“

Von einem Endspiel möchte Daniel Bauer nicht reden. Es sei zwar der Hinrundenabschluss am Mittwoch (18.30 Uhr, LIVE! bei kicker) gegen den FC St. Pauli, aber: „Es warten noch viele Spiele.“ Dennoch beginnen mit dem Duell mit dem Tabellen-16. „richtungsweisende“ Wochen, geht es anschließend doch gegen weitere Kellerkinder aus Heidenheim, Mainz und Köln. Wolfsburg steht unter Druck, der VfL will und muss sich aus dem Abstiegskampf befreien – die nächsten Spiele bieten eine große Chance, stellen aber zugleich auch eine ebenso starke Gefahr dar. Was, wenn das schiefgeht?

„Wir als Trainerteam hinterfragen auch die eigene Leistung“

Dass das Wolfsburger Gebilde trotz des sicht- und spürbaren Aufschwungs unter Bauer immer noch arg fragil ist, zeigte das blamable 1:8 am Sonntag beim FC Bayern. Den „Zusammenbruch“ nach dem 1:5 muss Bauer seiner Mannschaft ankreiden, der 43-Jährige nimmt sich bei der Kritik aber auch nicht aus. „Wir sind sehr selbstkritisch, wir als Trainerteam hinterfragen auch die eigene Leistung.“ Die mutige Herangehensweise – Wolfsburg wusste in den ersten 45 Minuten durchaus zu überzeugen – habe „lange sehr gut funktioniert“, dann aber hätte er vielleicht „defensiver reagieren“ müssen. „Das war definitiv auch ein Learning für uns.“

Den Frust des Horror-Sonntags versucht Bauer schnell aus den Köpfen seiner Spieler zu bekommen. „Ab heute“, betont er, „haben wir es nicht mehr thematisiert und den Blick nur noch auf St. Pauli gelenkt.“ Auch die Unzufriedenheit einzelner Spieler sei kein großes Thema. So war in München zu sehen, wie Sechser Vinicius Souza in dem Augenblick, als er wusste, dass er nicht mehr ins Spiel kommt, gefrustet sein Aufwärmleibchen in Richtung Bank warf und dann im Kabinentunnel in der Münchner Allianz-Arena verschwand. Ein Problem?

„Vini musste auf die Toilette, er hat nicht die Flucht ergriffen““ (VfL-Trainer Daniel Bauer über den Abgang von Vinicius Souza in München)

Nein, wiegelt Bauer ab. „Das war alles im Rahmen. Wenn ein Spieler nicht zum Einsatz kommt, kann ich Frust nachvollziehen, das soll auch so sein.“ Und der Abgang in die Kabine habe ohnehin einen ganz menschlichen Hintergrund gehabt: „Vini musste auf die Toilette, er hat nicht die Flucht ergriffen.“

Zurück auf dem Trainingsplatz ist nach seinem Aus mit Algerien im Afrika-Cup Mohammed Amoura, der trotz der Enttäuschung durch das Ende im Viertelfinale „sehr positiv zurückgekehrt“ sei, wie Bauer berichtet. „Er war gefühlt gar nicht gefrustet.“ Und wird gegen St. Pauli in den VfL-Kader zurückkehren, wenngleich der 25-Jährige wohl zunächst einmal auf der Bank Platz nimmt.

Pejcinovics Entwicklung „ist eine Konsequenz seiner Arbeit und seines Charakters“

Denn: In seiner Abwesenheit hat sich Dzenan Pejcinovic mit vier Toren in zwei Spielen im Sturmzentrum in den Vordergrund geschossen. Wie bekommt Bauer nun Topscorer Amoura wieder integriert? „Ich bin total happy über Dzenans Entwicklung“, sagt der Trainer. „Er hat mit Eindruck bewiesen, dass er Mo ersetzen konnte, die Entwicklung ist sehr gut und eine Konsequenz seiner täglichen Arbeit und seines Charakters, weil er sich nicht hypen lässt, sondern total bodenständig ist.“

Doch wohin mit Amoura, den er zuvor von der linken Seite ins Sturmzentrum beordert hatte? Ein „Luxusproblem“, das der Trainer gerne habe. „Mo und Dzenan können auch zusammenspielen, das sehe ich total unproblematisch“, betont Bauer. „Wir haben viele spannende Möglichkeiten, können die Offensive extrem variabel besetzen.“ Das soll St. Pauli zu spüren bekommen – dann muss nur noch die Defensive funktionieren …

 

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