Maina mit „Momentum“: Vom Abgehängten zum Hoffnungsträger

Zu Saisonbeginn flog Aufstiegsheld Linton Maina zweimal sogar aus dem Kader des 1. FC Köln. Doch dann kämpfte sich der 26-Jährige zurück – und zeigt im neuen Jahr eine deutlich aufsteigende Tendenz.

Kölns Angreifer ist im Aufwind

Dass sich Linton Maina nach dem 1:2 am Sonntag beim SC Freiburg ärgern durfte, hatte er sich selbst zuzuschreiben. Schon nach zwei Minuten verpasste er den ersten Treffer mit einem nur um Haaresbreite fehlplatzierten Flachschuss, den Führungstreffer in der zehnten Minute durch Max Rosenfelders Eigentor erzwang er dann mit einer scharfen Flanke selbst. In der zweiten Hälfte scheiterte Maina schließlich an Keeper Noah Atubolu. Es lag auch am umtriebigen Sprinter, dass der 1. FC Köln im Breisgau keinesfalls die viel schlechtere Mannschaft war – und sich wegen diverser Chancen über die Niederlage ärgerte.

Ein Novum unter Kwasniok

Zum dritten Mal in Folge stand Maina nun in der Startelf, ein Novum für ihn unter Trainer Lukas Kwasniok. Gleichzeitig aber auch ein Indiz für die aufsteigende Tendenz des schnellen Offensivspielers. Denn noch am Saisonbeginn fehlte Maina zweimal sogar ganz im Kader, hinter den Kulissen wurden Fitnesszustand und Arbeitsmoral bemängelt. Und das, obwohl er in der Aufstiegssaison in der 2. Liga mit drei Toren und elf Vorlagen eine der tragenden Säulen des Teams war und seinen Vertrag öffentlichkeitswirksam am letzten Spieltag verlängerte.

Doch unter Kwasniok hatte es Maina zunächst schwer. „Seine Situation war zu Beginn der Saison nicht einfach“, bestätigt Kwasniok, der zunächst auf Marius Bülter, Jan Thielmann und Jakub Kaminski im Dreiersturm setzte. Das hat sich geändert. „Dass Linton Potenzial hat, wissen wir“, sagt der Coach und erklärt die Wandlung vom Abgehängten zum Hoffnungsträger: „Er hat sich über die Schienenposition nach und nach ins Blickfeld gearbeitet. Am Ende wird Arbeit belohnt, aber manchmal geht es schneller und manchmal dauert es etwas länger.“

Startelfgarantie als Konsequenz

Bei Maina dauerte es länger. Beim 1:3 gegen den FC Bayern wirbelte er bereits ordentlich, schoss den FC nach einem Gewaltmarsch durchs Mittelfeld in Führung. Und viel wichtiger: Er gewann den Ball dafür selbst. Maina arbeitet, was Kwasniok wichtig ist. Mit 35,2 km/h Spitzengeschwindigkeit bringt er aber auch eine Komponente ein, bei der nicht viele Konkurrenten mithalten können.

Für den Coach bedeutet der Aufschwung eine Option mehr in der Offensive – und auch mehr Variabilität. „Wir hoffen, dass er diese Phase jetzt so lange wie möglich aufrecht hält, weil er mit seinem Tempo und seiner Quirligkeit jedem Gegner Probleme bereiten kann“, formuliert Kwasniok. Er lobt: „Jetzt ist er gerade oben auf, das Momentum wollen wir nutzen.“ Und stellt Maina dementsprechend eine Startelfgarantie für das Duell am Freitag gegen Wolfsburg aus.

 

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