Leistungsprinzip außer Kraft gesetzt? Wie Hjulmand sich selbst schwächt

Nachdem die Nummer 1 Mark Flekken nach langer Knieverletzung wieder fit war, stellte Kasper Hjulmand diesen auch direkt wieder ins Tor. Ausgerechnet nach der Top-Leistung von Flekken-Stellvertreter Janis Blaswich beim FC Arsenal. Eine Entscheidung, die intern für Gesprächsstoff sorgt.

Torwart-Entscheidung liefert Gesprächsstoff

Es war eine Entscheidung, die der kicker so vorhergesagt hatte, die aber trotzdem für Gesprächsstoff sorgte. Nachdem sich Mark Flekken, seines Zeichens im Sommer für elf Millionen Euro Ablöse vom FC Brentford geholte Stammkraft, nach seiner Bänderverletzung im Knie vor etwa zwei Wochen im Mannschaftstraining zurückgemeldet hatte, beorderte Kasper Hjulmand den 32-jährigen niederländischen Nationalspieler am Samstag beim 3:3 gegen den 1. FC Heidenheim wieder zwischen die Pfosten.

War diese Entscheidung beim Blick auf das Potenzial Flekkens und das seines Vertreters Janis Blaswich nachvollziehbar, da der Niederländer der deutlich bessere Fußballer ist, so traf der Entschluss des Leverkusener Trainers, im Tor zu wechseln, in der Mannschaft nicht nur bei Blaswich selbst nicht durchgehend auf Wohlgefallen.

Spieler trugen ihr Unverständnis über die Entscheidung nach außen

Der Grund: Blaswich, der spielerisch zwar Schwächen gezeigt, aber in seinem Kerngeschäft mit einer nicht nur überdurchschnittlichen, sondern herausragenden Paradenquote von 80,5 Prozent, der besten in der ganzen Liga, durchaus zu überzeugen wusste, musste ausgerechnet nach seiner Sahne-Leistung bei der 0:2-Niederlage in der Champions League beim FC Arsenal in London (kicker-Note 1,5) seinen Platz räumen. Eine Maßnahme Hjulmands, die in der Kabine als eine Aussetzung des Leistungsprinzips wahrgenommen – und von dort auch nach außen getragen wurde.

Ein Fakt, der den Status des früheren dänischen Nationaltrainers schwächt. Zumal dieser bereits in den ersten Monaten des Jahres bei dem einen oder anderen Profi für Verwunderung gesorgt hatte, als er Offensivakteur Jonas Hofmann nicht nur regelmäßig als halbrechte Offensivkraft auf dessen Idealposition für die Startelf nominierte, sondern diesen sogar als rechten Schienenspieler von Beginn an spielen ließ. Eine Maßnahme, die spätestens dann, als Hofmann beim 4:0-Sieg gegen den FC St. Pauli sogar als linker Schienenspieler eingewechselt wurde, Fragen unter dessen Teamkollegen aufwarf.

Hjulmand schwächt so sein Standing in der Mannschaft

Fand sich doch umgekehrt der eine oder andere Akteur nicht entsprechend angemessen berücksichtigt. Eine Konstellation, die es grundsätzlich unter jedem Trainer geben kann und gibt. Doch in Verbindung mit der jüngsten Entscheidung gegen Blaswich stärkt diese Hjulmands Standing in der Mannschaft nicht. Im Gegenteil.

Dass das Unverständnis über Blaswichs Rückversetzung auf die Ersatzbank nun aus der Mannschaft den Weg an die Medien fand, ist ein eindeutiges Indiz dafür, dass Hjulmands Position nicht nur durch die in den vergangenen Monaten fehlenden Entwicklung und das enttäuschende Abschneiden in der Bundesliga geschwächt ist.

Auch wenn Geschäftsführer Simon Rolfes nun erklärte, dass ein zweiter Trainerwechsel in der laufenden Saison kein Thema sei, werden die ersten Nachfolge-Kandidaten gehandelt: Nachdem der kicker am Sonntag Bayer und Hjulmand als „Projekt ohne Zukunft“ betitelt und eine Trennung spätestens im Sommer in den Raum gestellt hatte, nannte am Montag Sky Brightons Fabian Hürzeler als heißen Kandidaten für die Hjulmand-Nachfolge.

Hürzeler war bereits Kandidat für die Nachfolge Xabi Alonsos

Wenig überraschend, da der frühere St.-Pauli-Trainer bereits im Frühjahr – wie damals vom kicker berichtet – als Xabi-Alonso-Nachfolger hoch im Kurs stand. Daran hat sich bei Bayer grundsätzlich nichts geändert, auch wenn der Klub weitere Trainer im engsten Kandidatenkreis hat.

Vergangenes Jahr musste der Werksklub die Idee schnell begraben, da Hürzeler nicht verfügbar war. Eine Konstellation, die sich im kommenden Sommer bei dann nur noch einem Jahr Restlaufzeit in Brighton schon etwas einfacher darstellen dürfte.

 

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