RB Leipzig ist auf der Suche nach einem Nachfolger für Xaver Schlager einen großen Schritt weiter. Der Klub erzielte mit Rocco Reitz von Borussia Mönchengladbach Einigkeit über einen langfristigen Vertrag. Allerdings steht die Ablöse einem Wechsel im Sommer noch im Weg.
Kommt Gladbach RB entgegen?
Dass sich RB Leipzig intensiv um Rocco Reitz bemüht, ist schon seit längerer Zeit bekannt. Der 23 Jahre alte U-21-Auswahlspieler soll in der Mittelfeldzentrale die Lücke schließen, die der im Sommer ablösefrei wechselnde Xaver Schlager hinterlässt. Jetzt hat sich Sport-Geschäftsführer Marcel Schäfer mit dem Spieler auf die Modalitäten eines Fünfjahresvertrages mündlich und weitgehend verständigt. Eine entsprechende Meldung von Sky, das zuerst darüber berichtet hatte, deckt sich mit den Informationen des kicker.
Knackpunkt ist jetzt noch die Ablöse. Reitz besitzt bei der Borussia noch einen bis 2028 datierten Vertrag, kann aber für festgeschriebene 25 Millionen Euro den Klub im Sommer verlassen. Diese Summe hält man in Leipzig deutlich über dem Marktwert des Spielers, der an den bisherigen 25 Spieltagen dieser Bundesliga-Saison nur einmal wegen einer Gelbsperre fehlte, am Freitag aber bei der 1:4-Niederlage beim FC Bayern die Rote Karte sah.
RB möchte die Summe drücken. Ob sich Mönchengladbach darauf einlässt, wird sich zeigen. Schäfers Verhandlungspartner bei der Borussia ist in Rouven Schröder ein alter Bekannter, der in Leipzig nach der Freistellung von Max Eberl im September 2023 bis zu Schäfers Anstellung am 1. August 2024 als Sportdirektor die Verantwortung bei RB trug. Prinzipiell benötigt Schröder die Einnahmen aus einem Verkauf des Eigengewächses Reitz, um den notwendigen Kaderumbau finanzieren zu können. Er steht daher jetzt vor der Entscheidung, entweder Abstriche in Kauf zu nehmen und dafür früh Planungssicherheit zu haben. Oder aber er setzt darauf, dass ein anderer Klub eine bessere Offerte einreicht.
Für RB ist Reitz zwar der absolute Top-Kandidat für die vakante Stelle, weil er in puncto Geschwindigkeit, Einsatzbereitschaft und Willensstärke das ausgeschriebene Profil voll erfüllt. Eine schnelle Einigung beider Vereine ist wohl dennoch nicht zu erwarten, zu weit liegen die Vorstellungen beider Seiten aktuell noch entfernt.
