Mit einem 2:2 in Heidenheim startete der 1. FC Köln ins Jahr und blieb damit zum siebten Mal in Serie in der Bundesliga ohne Sieg. In der Aufstellung hatte es dabei einige Überraschungen gegeben.
Debüts für Schenten, Simpson-Pusey und Niang
Vor dem Remis in Heidenheim hatte Lukas Kwasniok mit einigen Personalentscheidungen für Überraschungen gesorgt. So standen gleich zwei Bundesliga-Debütanten in der Startelf. Da war zum einen Abwehrspieler Jahmai Simpson-Pusey, den die Rheinländer erst am Dienstag von Manchester City ausgeliehen hatten.
Nicht zuletzt die lange Ausfallliste von gleich fünf Innenverteidigern sorgte dafür, dass der Kölner Coach den 20-jährigen Engländer nach nur wenigen Trainingstagen mit dem Team gleich ins kalte Wasser warf. „Für ihn gilt es, hier in Köln anzukommen. Er ist ein Spieler mit großem Potenzial. Auch wenn es heute natürlich nicht um Potenzial, sondern Seriosität geht“, erklärte Kwasniok.
„Haben in der Akademie viele gute Jungs“
Ein wenig anders gelagert war da schon der Fall von Fynn Schenten in der Offensive. Denn auch wenn Luca Waldschmidt überraschend fehlte (Kwasniok: „Wir haben mit Luca intern gesprochen und werden diese Gründe jetzt nicht nach außen kommunizieren“), hätten sich anstelle des bisherigen Kölner U-19-Spielers durchaus weitere Alternativen im Kader befunden. „Grundsätzlich haben wir in der Akademie viele gute Jungs. Er hat sich aufgedrängt, hat eine gute Körperlichkeit und einen guten Torabschluss“, meinte der FC-Trainer zum Startelf-Einsatz des 18-Jährigen.
„Wir wissen, dass wir aktuell einen der besten Bundesliga-Spieler von der Bank bei uns im Kader haben.“ (Lukas Kwasniok)
Obendrein nannte Kwasniok, der in der Nachspielzeit mit dem 19-jährigen Youssoupha Niang einen dritten Bundesliga-Debütanten einwechselte, auch noch einen anderen, grundsätzlicheren Umstand für die Nominierung eines Nachwuchstalents in die Startelf: „Unser Weg ist natürlich zunächst der Klassenerhalt, aber eben auch, Marktwerte zu generieren, indem wir Spieler entwickeln, die sich dann Duelle mit den Etablierten liefern. Darauf freue ich mich.“
Kwasniok über den Knackpunkt bei El Mala
Ein Spieler, der seinen Marktwert in der Hinrunde bereits enorm gesteigert hatte, saß in Heidenheim zunächst auf der Bank: Said El Mala, der als Joker nach der Pause fast umgehend traf und Köln so einen Punkt rettete. „Wir wissen, dass wir aktuell einen der besten Bundesliga-Spieler von der Bank bei uns im Kader haben“, erklärte Kwasniok seine Entscheidung.
„Er ist immer wieder gefährlich, aber der große Knackpunkt bei ihm ist noch, dass er seine Qualitäten nicht über 90 Minuten zeigen kann, weil er über das gesamte Spiel auch viel arbeiten muss und er so seine Qualitäten nicht so ausspielen kann, wie wenn er als Joker auf den Platz kommt“, fügte der Coach an, warum er El Mala im Moment lieber als Joker bringt.
