Kölns Ausfälle als Chance: „Vielleicht explodiert der Nächste“

Bei Lukas Kwasniok und seinem Team ist in dieser Saison immer wieder Kreativität gefragt. So auch am Wochenende, wenn Linton Maina und Alessio Castro-Montes fehlen. Der Trainer erklärte, warum Muskelverletzungen häufiger werden und lobte Neuzugang Felipe Chavez.

Schmied und Chavez Optionen von der Bank

Es ist für Lukas Kwasniok und den 1. FC Köln nichts Neues und „es gehört einfach zu unserem Job dazu“, dass immer wieder Spieler ausfallen. Auch gegen Leipzig wird sich der Coach am Sonntag personell wieder etwas einfallen lassen müssen, denn mit Alessio Castro-Montes und Linton Maina stehen zwei Spieler nicht zur Verfügung, die in den vergangenen Wochen zum Stammpersonal gehörten.

So „schade“ die Verletzungen auf der einen Seite seien, so sehr hob Kwasniok auch die dadurch entstehenden Chancen für andere Spieler hervor. „Darauf freue ich mich, denn das macht den Fußball aus, dass er so unberechenbar ist. Vielleicht explodiert am kommenden Spieltag schon wieder der nächste.“

Maina ist „ein harter Hund“

Maina zog sich im Training einen Rippenbruch zu. „Das ist bei einer Torschussaktion passiert, da hat er sich irgendwie verrenkt oder Ähnliches“, schilderte Kwasniok die unglückliche Szene und wagte keine Prognose der Ausfallzeit. „Bei so einer Rippenthematik wird es auch davon abhängen, wie Linton mit dem Schmerz umgehen kann. Aber er ist ein harter Hund.“ Castro-Montes zwingt derweil eine Muskelverletzung zur Pause. Selbiges Schicksal erlitten in dieser Saison schon Jan Thielmann, Dominique Heintz, Joel Schmied und Winterneuzugang Jahmai Simpson-Pusey.

Ein Muster lasse sich daraus jedoch nicht ableiten. „Eher glaube ich, dass Muskelverletzungen grundsätzlich zunehmen werden, weil man in der Diagnostik mittlerweile so weit ist“, erklärte Kwasniok, dass man auch bei Castro-Montes vor allem verhindern wolle, dass etwas Schlimmeres passiert. „Es war ja bei ihm oder auch zuletzt bei Jahmai nicht so, dass sie ein Spiel oder ein Training nicht beenden konnten. Sie haben komplett durchgespielt.“ Beide spürten jedoch Probleme und begaben sich ins MRT, wo die Verletzung frühzeitig gefunden wurde. „Vor Jahren hätte man noch weitergespielt, bis der Muskel wirklich durch ist.“

„Wir haben ihn nicht ins MRT geschickt, also haben wir auch nichts finden können.“ (Lukas Kwasniok augenzwinkernd über Marius Bülter)

Entwarnung gab es dagegen bei Marius Bülter, der sich unter der Woche ebenfalls im Training verletzte. „Da habe ich eher Schlimmeres befürchtet“, gestand Kwasniok. In einem Zweikampf mit Denis Huseinbasic erwischte es den Stürmer am Knie. „Wir haben es einen Tag getestet und ihn draußen gelassen. Heute gab es aber keine Probleme“, berichtete Kwasniok und fügte mit einem Augenzwinkern an: „Wir haben ihn nicht ins MRT geschickt, also haben wir auch nichts finden können.“

Bahn frei also für Sonntag – genau wie bei Joel Schmied. Der Schweizer hatte sich Ende November im Spiel gegen Eintracht Frankfurt (3:4) eine Muskelverletzung mit Sehnenbeteiligung zugezogen und war seitdem außer Gefecht. Wenig überraschend kommt der Schweizer nach mehr als zweimonatiger Pause aber noch nicht für die erste Elf infrage. Stattdessen, das kündigte Kwasniok bereits an, wird er erneut auf Sebastian Sebulonsen in der Innenverteidigung setzen, was wiederum Jan Thielmann zum wahrscheinlichsten Vertreter für Castro-Montes hinten rechts – sowohl bei einer Dreier- als auch Viererkette – macht.

Chavez überzeugt mit Spielintelligenz und Aktivität

Neben Schmied wird auch Neuzugang Felipe Chavez zunächst auf der Bank Platz nehmen. Einen sofortigen Einsatz in der ersten Elf, wie ihn zuletzt Simpson-Pusey bekam, schloss Kwasniok bei der Münchner Leihgabe aus. „Die Situation ist einfach eine andere“, schätzte der Trainer ein. Während er in der Innenverteidigung damals quasi keine Alternative hatte, mache es seine Mannschaft auf Chavez‘ Position im Mittelfeldzentrum aktuell „sehr gut“.

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Ein weiterer Faktor ist der Gegner. „Gerade gegen Leipzig, wo das Feld sehr groß und der Weg zum gegnerischen Tor weit wird und wir jetzt nicht davon ausgehen, dass wir hier ein balldominantes Spiel machen werden, würde ich dem Spieler auch keinen Gefallen tun.“ Seine Qualitäten zeigte der peruanische Nationalspieler, den Kwasniok „überall zwischen einer offensiven Sechs und einer defensiven Zehn“ einordnet, aber bereits im Training.

„Dass er einen guten linken Fuß hat, sieht ein Blinder mit einem Auge. Aber was ihn von vielen guten Fußballern unterscheidet, ist nicht nur seine Aktivität am Ball, sondern auch die, um den Ball zu bekommen“, lobte Kwasniok den jungen Chavez. „Er hat eine Spielintelligenz, gepaart mit einer dauerhaften Aktivität. So kann er trotz körperlicher Nachteile gegen robustere Spieler auch auf Bundesliganiveau Akzente setzen.“ Vielleicht ja auch als Joker gegen RB Leipzig.

 

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