Borussia Dortmund muss beim Re-Start der Bundesliga womöglich auf Gregor Kobel verzichten. Der Torhüter hat das Trainingslager vorzeitig verlassen.
Keeper angeschlagen
Wenn Borussia Dortmund am Freitagabend (20.30 Uhr, LIVE! bei kicker) bei Eintracht Frankfurt ins neue Kalenderjahr startet, droht Gregor Kobel auszufallen. Der Stammkeeper ist am Mittwoch krankheitsbedingt aus dem Trainingslager im spanischen Marbella abgereist. Die Bild hatte zuerst berichtet.
Kobel konnte bereits in den vergangenen Tagen nur dosiert oder individuell trainieren. Noch haben die BVB-Verantwortlichen aber Hoffnung, dass der 28 Jahre alte Schweizer Nationalspieler gegen die Eintracht auflaufen kann. Falls nicht, stünde Ersatzmann Alexander Meyer bereit.
Die Dortmunder, die in dieser Winterpause kein Testspiel bestritten, werden am Donnerstagvormittag ein letztes Mal in Marbella trainieren und anschließend direkt nach Frankfurt fliegen. Dort soll Kobel am Abend wieder zur Mannschaft stoßen. Dann findet auch Niko Kovacs Spieltagspressekonferenz statt, auf der der Trainer gewiss ein Update zu seinem Torhüter geben kann.
Ersatzmann Meyer spielte zuletzt vor über einem Jahr
Kobel stand in dieser Saison in bislang allen 24 Pflichtspielen zwischen den Pfosten. In der Bundesliga gehört er mit einem kicker-Notenschnitt von 2,97 zu den besten Schlussmännern, in der Champions League (sechs Einsätze, 2,50) und im DFB-Pokal (drei Einsätze, 2,00) schnitt er sogar noch besser ab.
Auf Meyer würde demnach nicht nur witterungsbedingt ein Kaltstart warten, sollte er in Frankfurt einspringen müssen. In den vergangenen beiden Spielzeiten hatte der 34-jährige Routinier Kobel immer wieder vertreten, weil dieser nicht verletzungsfrei geblieben war. 2022/23 bestritt Meyer zwölf, 2023/24 neun, 2024/25 vier Pflichtspiele. Letztmals durfte er am 9. November 2024 (1:3 in Mainz) mitmischen.
Der BVB geht als Tabellenzweiter in die restlichen 19 Spieltage, muss dabei aber mehr nach hinten als vorne blicken: Während der FC Bayern als Spitzenreiter auf neun Punkte enteilt ist, beträgt der Dortmunder Vorsprung auf die TSG Hoffenheim und den fünften Platz fünf Zähler. Die Eintracht ist knapp dahinter Sechster – und könnte am Freitag erst einmal abgehängt werden.
