Nach seinem ersten Bundesliga-Einsatz von Beginn an nahm sich Jamal Musiala nach dem 3:2 gegen Eintracht Frankfurt Zeit und kam in die Mixed Zone, wo er reflektiert und positiv gestimmt über die Zeit nach seiner Verletzung sprach – und sich kämpferisch mit Blick auf die Nationalmannschaft und die großen Ziele mit dem FC Bayern zeigte.
Reflektierter Auftritt nach Startelf-Comeback
Seit gut einem Monat ist er wieder zurück, neunmal stand Jamal Musiala seither im Bayernkader. Einmal startete er in der Champions League in Eindhoven, an diesem Samstag brachte ihn Trainer Vincent Kompany erstmals seit seiner Verletzung in einem Bundesligaspiel von Anfang an. „Mein erster Start in der Allianz-Arena“, sagt der 23-Jährige: „Ich bin zufrieden mit heute, viel gerannt, gute Aktionen.“ Darunter zwei ordentliche Abschlüsse (14., 38.), dazu verpasste Musiala einmal knapp (41.).
Natürlich ist ihm ein wenig Rückstand noch anzumerken – ob bei Dribblings oder in den Bewegungsabläufen. Das braucht Zeit. Dennoch möchte er „keine Ausreden“ gelten lassen. „Wenn ich auf dem Platz stehe, muss ich liefern. Wenn ich schlecht spiele, spiele ich schlecht“, sagt er offen und ehrlich. Für ihn gehe es vor allem darum, „Spiel für Spiel Schritte nach vorne zu machen“ und dabei „nicht an den Fuß zu denken“. Also weitgehend ohne Angst zu spielen, wenngleich er unterbewusst manchmal womöglich zurückzieht in Gedanken an seinen Wadenbeinbruch, zugezogen bei der Klub-WM im vergangenen Sommer.
Musiala macht „viele Extrasachen“
„Ich mache viele Extrasachen“, um das Bein zu stärken, sieht dabei stetige Fortschritte. Weshalb er auf die Frage nach den Länderspielen im März, ob diese realistisch seien, mit einem klaren „Ja“ antwortet. „Mit den Steps bin ich glücklich“, und „durch die Verletzung habe ich Geduld gelernt.“
Also: Stück für Stück vorankommen, nichts überstürzen. „Langsamer reinzukommen, ist besser für mich“, erklärt Musiala, der positiv gestimmt nach vorne blickt. Er hoffe darauf, „am Ende der Saison besser“ zu sein – „als andersrum“.
Nun liegt sein Fokus erstmal auf dem Dortmund-Spiel (Samstag, 18.30 Uhr, LIVE! bei kicker), das Fernziel aber ist klar: Spätestens zur Weltmeisterschaft im Sommer will er topfit sein. Auch hier antwortete ein reflektiert auftretender Musiala mit einem deutlichen „Ja“. Ja, davon gehe er aus.
