Die Gespräche zwischen der TSG Hoffenheim und Verteidiger Ozan Kabak befinden sich auf der Zielgeraden – allerdings sind noch zwei Detailfragen zu klären.
TSG und Verteidiger nähern sich an
Dass sich die TSG Hoffenheim um eine Verlängerung des zum 30. Juni dieses Jahres auslaufenden Vertrags von Ozan Kabak bemüht, kann nun wirklich niemanden überraschen. Der Innenverteidiger hat sich nach langer, kreuzbandrissbedingter Pause wieder zu einem Leistungsträger bei den Kraichgauern aufgeschwungen.
Laufzeit und Ausstiegsklausel stehen noch zur Diskussion
Die Gespräche zwischen dem türkischen Nationalspieler, dessen Berater und TSG-Sportgeschäftsführer Andreas Schicker laufen seit geraumer Zeit und steuern stark auf eine Lösung zu. Sky hatte zuerst über diese Tendenz berichtet. Allerdings sind noch zwei nicht ganz irrelevante Details final zu klären. Zum einen geht es um die Laufzeit – im Raum steht die Frage, ob das neue Arbeitspapier bis 2029 oder bis 2030 datiert sein wird.
Zum anderen ist noch zu klären, bei welcher Höhe und zu welchen Zeitpunkten eine etwaige Ausstiegsklausel greifen könnte. Denn Kabak ist aufgrund seiner Spielweise – torgefährliche Innenverteidiger gibt es nicht wie Sand am Meer – und seines vergleichsweise jungen Alters von 26 Jahren ein Profi, der bei zahlungskräftigen Premier-League-Vertretern einen Markt hat. In Englands Beletage spielte der Ex-Stuttgarter bekanntlich bereits für den FC Liverpool und Norwich City.
Transfererlöse sind auch wegen der UEFA-Finanzregeln ein Thema
Das Thema Transfererlöse ist in Hoffenheim von einer gewissen Bedeutung. Denn unter anderem aufgrund der 80-Millionen-Spritze von Gesellschafter Dietmar Hopp im Sommer 2024 ist die TSG vor dem Hintergrund der UEFA-Finanzregeln kurz- und mittelfristig auf Einnahmen aus dem Mercato angewiesen.
Sportlich betrachtet wäre die Verlängerung mit Kabak ohnehin enorm wichtig für das Team von Cheftrainer Christian Ilzer. Der 1,87-Meter-Mann hat sich im Lauf der starken Hoffenheimer Saison und nach langer Verletzungspause zu einem absoluten Leistungsträger aufgeschwungen. Im Kalenderjahr 2026 stand er mit Ausnahme des 1:0 gegen Bayer Leverkusen und dem 2:0 bei Werder Bremen, wo er nach knapp einer Stunde eingewechselt wurde, stets ins Ilzers Startelf. Vier Tore in 19 Partien stellen zudem für einen Defensivspezialisten ein echtes Pfund dar.
