Ilzer und die Frage nach dem Momentum

In Leipzig kann man verlieren – allerdings wirft neben der Art und Weise auch der Trend Fragen auf bei der TSG Hoffenheim.

Der TSG-Trainer sieht einen bedenklichen Trend

Dass das 0:5 der TSG Hoffenheim bei RB Leipzig am Freitagabend schlicht das logische Resultat einer indiskutablen Leistung war, fasste Christian Ilzer in einem Satz seines Resümees treffend zusammen: „Wir haben sie eingeladen, Tore zu machen. Wenn man so verteidigt, ist es nicht nur gegen Leipzig schwer, sondern auch gegen alle anderen Teams, Spiele zu gewinnen.“

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Baumann: „Das 0:1 hat uns den Stecker gezogen“

Mangelhafte Zweikampfführung, zu wenig Handlungsschnelligkeit beim Stopfen von Löchern, Decken mit dem Fernglas in einem Raum, in dem das in der Regel wehtut, nämlich dem Sechzehner – das funktioniert eher selten. Der Trainer der Kraichgauer sprach von einem „sehr bitteren Abend. Wir sind nur in der Anfangsphase annähernd so aufgetreten, wie wir uns das vorgestellt haben.“

Das 0:1 aus Sicht der Gäste war der Moment, in dem die Partie relativ plötzlich einen für die TSG unguten Weg einschlug. „Das erste Tor hat uns den Stecker gezogen“, wusste Torhüter Oliver Baumann. Was Ilzer mit Blick auf die vergangenen Wochen zum Nachdenken anregte. Denn eigentlich waren seine Schützlinge ordentlich reingekommen in Leipzig. „Heute war ein Beispiel, wie man das Momentum verliert“, legte der Österreicher den Finger in die Wunde und das Augenmerk auf einen gewissen und bedenklichen Trend in der jüngeren Vergangenheit: „Es war auch in den letzten Wochen so, dass wir es in Spielen, in denen wir dominanter waren, nicht geschafft haben, das Momentum auf unsere Seite zu ziehen. Das hat schon seine Gründe.“

Nach dem 1:5 eine eher schwierige Phase

In der Tat folgte auf das – inhaltlich gute – 1:5 beim FC Bayern eine schwankende Phase. Das 3:0 gegen den SC Freiburg war die richtige Reaktion auf die Klatsche in München, dann aber ging es los mit den – eher mittelmäßigen – Resultaten gegen – die tabellarisch unten angesiedelten – Köln (2:2), St. Pauli (0:1) und Wolfsburg (1:1). Unterbrochen nur von einem 4:2 in Heidenheim. Dass das alles andere als ein Pflichtsieg war, unterstreicht das 3:3 von Bayer Leverkusen auf der schwäbischen Alb am Samstag oder das Remis des VfB Stuttgart dort vor einigen Wochen.

Und nach wie vor bleibt die Spielzeit der TSG sportlich betrachtet eine herausragende. Allerdings gilt es im Saisonfinale, diese Zwischenphase wieder umzukehren. Sonst droht mit Blick auf die im Quervergleich zur Conference League finanziell attraktiveren Wettbewerbe Champions und Europa League ein böses Erwachen.

 

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