Hoeneß ordnet wichtigen Sieg fair ein: „Das wäre nicht in Ordnung, wenn ich das sagen würde“

Der VfB Stuttgart hat gegen RB Leipzig wichtige drei Punkte im Kampf um die Champions League eingefahren. Nach der Partie zeigte sich Trainer Sebastian Hoeneß aber als fairer Gewinner und gestand, dass ein Remis vielleicht gerechter gewesen wäre. Torschütze Deniz Undav gab sich mit Blick auf das DFB-Team entspannt.

Undav ist „entspannt“, was die DFB-Elf angeht

Unter der Woche im Europa-League-Achtelfinale musste der VfB Stuttgart noch eine bittere 1:2-Heimniederlage gegen den FC Porto hinnehmen. Zu Beginn der heißen Saisonphase präsentierten sich die Schwaben in den vergangenen Wochen ein wenig glanzlos. Es fehlte immer wieder der letzte Punch. Und dann kam am Sonntag RB Leipzig in die baden-württembergische Landeshauptstadt, um das wichtige Duell um die Königsklasse auszufechten.

Es war über 90 Minuten eine Partie auf Augenhöhe, die der VfB am Ende aufgrund eines fatalen Fehlpasses von RB-Torwart Maarten Vandevoordt für sich entschied. Nach der Partie war sich Trainer Sebastian Hoeneß durchaus bewusst, dass das 1:0 nicht perfekt die Leistungen der Mannschaften widerspiegelte. Auf die Frage, ob der Sieg völlig in Ordnung ging, antwortete er bei DAZN: „Von völlig in Ordnung würde ich jetzt nicht sprechen. Das wäre nicht in Ordnung, wenn ich das sagen würde. Wir haben schon gesehen, dass die Leipziger zwei Pfostentreffer hatten – auch Innenpfosten. Sicher war es auch das berühmte Quäntchen Glück, das wir heute auf unserer Seite hatten.“

Hoeneß lobt sein Team für die Moral

Wahrscheinlich wäre auch ein Remis „ein gerechtes Ergebnis gewesen“, fügte Hoeneß an. „So fair muss man sein.“ Der 43-Jährige präsentierte sich als angenehm bescheidener Gewinner, der seine Mannschaft für ihre kämpferische Leistung lobte und sagte: „Wir haben es uns erarbeitet. Und dadurch irgendwo auch ein bisschen verdient.“ Jedoch würde das auch bedeuten, dass Leipzig es nicht verdient hätte: „Und das will ich nicht sagen“, blieb Hoeneß diplomatisch.

Der Coach hat eine VfB-Mannschaft mit „großer Moral“ und „großer Unterstützung füreinander“ gesehen, was ihn vor allem aufgrund des intensiven Spiels vom Donnerstag beeindruckte: „Viele von den Jungs haben auch am Donnerstag gespielt und haben heute noch mal alles rausgeholt.“

Einer derjenigen, die schon gegen den FC Porto über die volle Distanz auf dem Platz gestanden hatten, war Deniz Undav. Der Stürmer trug sich in beiden Spielen als Torschütze auf dem Spielberichtsbogen ein. Nach dem Sieg gegen die auf Augenhöhe agierenden Leipziger lobte Undav aber vor allem die Stuttgarter Defensiv-Leistung: „Wir haben hinten alles wegverteidigt. Unsere Verteidigung war wieder bockstark. Alex Nübel war wieder da. Alle waren da. Wir haben heute eine sehr gute Mannschaftsleistung gezeigt.“

Undav ist der mit Abstand treffsicherste deutsche Stürmer in der Bundesliga

Der entscheidende Mann war aber einmal mehr Undav selbst, dessen Siegtreffer sein 16. Saisontor im 22. Einsatz war. Dadurch ist der 29-Jährige in der Torjägerliste auf den alleinigen zweiten Platz geklettert. Hinter Harry Kane, der mit 30 Toren in 25 Spielen in eigenen Sphären unterwegs ist, ist Undav also der beste Torjäger der Bundesliga. Die nächsten deutschen Angreifer folgen in der Liste sogar erst auf Platz 11: Jonathan Burkardt (14 Spiele) und Said El Mala (26 Spiele) haben jeweils neunmal getroffen. Da liegt es nahe, dass Undav am Donnerstag, wenn Julian Nagelsmann den Kader für die kommenden Länderspiele bekannt gibt, mit einem Anruf des Bundestrainers rechnen kann.

„Vielleicht hatten wir schon Kontakt, vielleicht auch nicht.“ (Deniz Undav über Julian Nagelsmann)

Der Stuttgarter geht die Sache dementsprechend gelassen an. Eventuell hat er sogar bereits mit Nagelsmann telefoniert, auf Nachfrage antwortete er nebulös: „Weiß ich nicht. Vielleicht hatten wir schon Kontakt, vielleicht auch nicht.“ Bis Donnerstag sei jedoch noch reichlich Zeit, deshalb: „alles entspannt“.

Und am Donnerstag steht für Undav und Co. ja auch noch ein anderer wichtiger Termin an. Dann ist der VfB Stuttgart nämlich um 21 Uhr beim FC Porto (LIVE! bei kicker) gefordert und möchte den Rückstand aus dem Hinspiel aufholen. Hoeneß hofft, dass für diese Aufgabe jetzt das nötige Selbstvertrauen getankt wurde: „Durch so einen Sieg kommt vielleicht – vor allem im letzten Drittel – ein bisschen mehr Selbstverständnis.“ Erst mal genießt der Trainer aber den Siegesabend: „Heute bin ich wirklich ein glücklicher Mann, weil die Mannschaft überragend gefightet hat.“

 

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