Nach dem Sieg gegen Augsburg stattete Aufsichtsratsvorsitzender Oliver Mintzlaff den RB-Spielern in der Kabine einen Besuch ab. Seine Ansprache empfanden die Akteure als positiv.
Vor direkten Duellen um die CL
Als die Spieler von RB Leipzig am Samstag nach dem 2:1 gegen Augsburg im Anschluss an ihre Ehrenrunde in die Kabine kamen, dürften sie ein wenig überrascht gewesen sein. Denn erstmals besuchten der heute wiedergewählte Aufsichtsratsvorsitzende Oliver Mintzlaff, CEO Tatjana Haenni und Vorstandschef Johann Plenge die Spieler unmittelbar nach einer Partie.
Von dem Trio ergriff dann Erstgenannter das Wort und hielt dem Vernehmen nach eine emotionale Rede. „Oliver Mintzlaff hat uns in der Kabine nach dem Spiel noch einmal eingeschworen auf die nächsten Aufgaben. Er hat gesagt, er will jeden Tag sehen, dass wir uns zerreißen, so wie wir es diesmal hinten heraus gemacht haben“, erklärte Christoph Baumgartner.
Dabei erinnerte er sicherlich auch an das Saisonziel – die Qualifikation für die Königsklasse. „Ein Traum ist es eben, Fußball in der Champions League zu spielen“, so Nicolas Seiwald. Aktuell belegen die Sachsen „nur“ den 5. Platz, allerdings punktgleich mit dem Vierten, VfB Stuttgart, und nur zwei Zähler hinter dem Dritten aus Hoffenheim. Auf beide Teams trifft RB in den kommenden Wochen. Dementsprechend sei die Rede für Seiwald auch „noch einmal gut“ gewesen, um „für die letzte Phase noch einmal Aufmerksamkeit zu schaffen“.
„Die Punkte, die man am Ende braucht, holt man an nicht so guten Tagen.“ (Ole Werner)
Doch Mintzlaff schwor das Team nicht nur ein, sondern ging auch noch detaillierter auf die Leistung ein. „Er hat gesagt, was wir besser machen können und was wir schon richtig gut machen“, verriet Seiwald. Bei der Darbietung gegen die Fuggerstädter dürfte er dabei einiges auszusetzen gehabt haben. Denn erst ein Eigentor von Arthur Chaves in der Nachspielzeit bescherte RB den Dreier. „Es war nicht unser bestes Spiel, aber am Ende haben wir gewonnen“, gab Torwart Maarten Vandevoordt zu.
Doch eben solche Erfolge können aus Sicht von Ole Werner letztlich das Zünglein an der Waage sein: „Die Punkte, die man am Ende braucht, holt man an nicht so guten Tagen. Wenn man einen schmutzigen Sieg einfährt, das Glück am Ende erzwingt“, so der Leipziger Trainer. Allerdings ist ihm mit Blick auf die Aufgaben in den nächsten Wochen auch bewusst, dass es „noch einige Themen gibt, die wir deutlich besser machen müssen.“
