Am Samstag (15.30 Uhr, LIVE! auf kicker) ist RB Leipzig bei Eintracht Frankfurt zu Gast und will im Rennen um die Champions-League-Qualifikation seine Hausaufgaben machen. Personell gibt es allerdings noch die eine oder andere Unklarheit. Maarten Vandevoordt wird derweil erneut das Tor hüten.
Ouedraogo als Schlager-Ersatz
Am Freitagmorgen konnte Ole Werner noch nichts Genaues zu dem Thema sagen. Das „Thema“, das der Trainer von RB Leipzig neben anderen vor dem Gastspiel bei Eintracht Frankfurt hat, ist der Einsatz seines etatmäßigen Innenverteidiger-Duos. Sowohl bei Willi Orban als auch bei Castello Lukeba ist es fraglich, ob sie in der Mainmetropole zur Verfügung stehen werden. Orban laboriert an muskulären Problemen im Oberschenkel, während Lukeba durch seine beim Auswärtssieg am 4. April in Bremen (2:1) erlittenen Adduktorenprobleme eingeschränkt wird und schon beim jüngsten 1:0 zu Hause gegen Borussia Mönchengladbach passen musste.
Ouedraogo eine Option als Schlager-Ersatz
Orban und Lukeba haben in den zurückliegenden Tagen individuell gearbeitet und konnten die Belastung laut Werner zuletzt auch steigern. Doch bei beiden, vor allem aber bei Lukeba, müsse man sehen, „ob es reicht und für wie viel es reicht“, so der RB-Trainer im Rahmen der Spieltags-Pressekonferenz am Freitagmorgen.
Definitiv ausfallen wird Xaver Schlager, der Mittelfeldakteur sah gegen Mönchengladbach die fünfte Gelbe Karte. Wer den bulligen Österreicher auf der Achterposition ersetzen wird, ist noch offen. Zumal in Ezechiel Banzuzi ein Kandidat ausfällt, nachdem er sich unter der Woche im Training eine Kapselverletzung im linken Knie zugezogen hat. So heißen die Alternativen Assan Ouedraogo und Brajan Gruda, wobei Letzterer zuletzt auch wegen Adduktorenproblemen kürzer treten musste, gegen Mönchengladbach aber immerhin als Einwechselspieler sein Comeback nach zwei Spielen Pause gab. Laut Werner musste bei Gruda in dieser Woche die Belastung nochmal gesteuert werden, der 21-Jährige wird aber in Frankfurt zum Kader zählen.
Auch Ouedraogo war gegen Mönchengladbach von der Bank gekommen. Werner traut dem hochtalentierten Mittelfeldspieler, der wegen zweier Sehnenverletzungen in der Kniekehle von Ende November 2025 bis Ende März fast durchgängig pausiert hatte, zu, in Frankfurt eine gewichtige Rolle zu spielen. „Assan kann starten“, sagte der Coach, „er ist eine der Optionen, um Xaver zu ersetzen“. Für Ouedraogo wäre ein Startelf-Mandat in Frankfurt das erste Spiel von Beginn an seit dem Heimspiel gegen den SC Freiburg (2:0) am 14. Januar.
Gulacsi erst nächste Woche wieder voll im Training
Im Tor wird es dagegen gegenüber den vergangenen Partien keine Veränderung geben. Maarten Vandevoordt, designierte Nummer 1 bei RB ab Sommer, wird wie schon in den vergangenen sieben Ligaspielen das Tor hüten, da die etatmäßige Nummer 1 Peter Gulacsi nach seiner Knieverletzung zwar zuletzt gegen Mönchengladbach auf der Bank sitzen konnte, aber körperlich noch nicht bei 100 Prozent ist. „Pete hat weiter gesteigert“, sagte Werner zur Trainingssteuerung bei dem Routinier. Aber erst in der kommenden Woche wird Gulacsi wieder voll ins Teamtraining einsteigen. Verzichten müssen die Sachsen derweil neben Schlager und Banzuzi weiter auf Leopold Zingerle (Handverletzung), Suleman Sani und Viggo Gebel (beide Trainingsrückstand).
