Durch das 0:2 bei Borussia Dortmund hat der FC Augsburg erstmals zwei Spiele in Serie verloren, seitdem Manuel Baum Anfang Dezember das Traineramt übernommen hat. Nun geht es um einen guten Endspurt.
Baum übt Kritik
Tabellarisch befindet sich der FC Augsburg im Niemandsland. Ein Angriff auf die Europapokal-Plätze scheint bei sieben Punkten Rückstand auf Eintracht Frankfurt und mit Blick auf die eigene Klasse utopisch. Ebenso aber ein Abstieg, zehn Zähler liegt der FCA vor dem VfL Wolfsburg, sieben vor dem FC St. Pauli auf dem Relegationsplatz.
Klingt nüchtern betrachtet nach einem lockeren Saison-Ausklang, doch dieses Gedankengut wäre fatal. Zunächst benötigt die Mannschaft von Manuel Baum tatsächlich noch ein paar Zähler, um den Klassenerhalt auch rechnerisch so schnell wie möglich zu fixieren. Und dann geht es ja noch darum, es besser als in den vergangenen beiden Jahren zu machen.
Da gelang dem FCA unter Jess Thorup an den letzten Spieltagen nichts mehr, als der Verein bereits gesichert war. Augsburg verspielte nicht nur zweimal die theoretische Chance auf den Europacup, sondern auch Kredit bei den Fans und ging mit einer schlechten Stimmung in die Sommerpause. Dies sollte dieses Mal unbedingt vermieden werden, unabhängig von der Endplatzierung in der Bundesliga. Ein gutes Saisonende wäre folgerichtig ein Beweis für Fortschritt.
„So wird es schwierig, Punkte zu holen“
Das Spiel bei Borussia Dortmund muss dafür nicht als Maßstab dienen, auch wenn die Leistung eine Woche nach der 1:2-Niederlage bei RB Leipzig dieses Mal nicht gut war, das Ergebnis aus Augsburger Sicht schlimmer hätte ausfallen können. „Wir sind sehr enttäuscht, sowohl über das Ergebnis als auch die Leistung über 90 Minuten. Wir haben zu spät Druck auf den Ball bekommen und unsere Leistungsgrenze überhaupt nicht erreicht. Das werden wir ansprechen, denn so wird es schwierig, Punkte zu holen“, kritisierte Baum seine Mannschaft.
Schon das Heimspiel gegen den VfB Stuttgart am kommenden Sonntagabend bietet Gelegenheit, es besser zu machen. Zwar reisen die Schwaben als Favorit auf dem Papier an, allerdings müssen sie am Donnerstagabend noch beim FC Porto das Rückspiel in der Europa League bestreiten, wo ihnen nach der 1:2-Hinspielniederlage das Aus droht. Bekommt der FCA sein intensives, den Gegner pieksendes Spiel auf den Platz, hat er alle Chancen für eine Überraschung.
Beim BVB gelang dies nicht, ein gebrauchter Tag für das gesamte Team mit Ausnahme von Torwart Finn Dahmen. „Wir sind insgesamt auf einem positiven Weg und werden diesen auch fortführen, auch wenn das ein kleiner Dämpfer war“, ordnete Fabian Rieder das Geschehen richtig ein, während Keven Schlotterbeck forderte: „Wichtig ist jetzt, dass wir daraus lernen, den kleinen Nackenschlag überwinden und nächste Woche wieder ein anderes Gesicht zeigen.“
