Sportliche Qualitäten und mentale Stärke: Bologna-Leihgabe Stefan Posch soll für Mainz 05 auf Anhieb zum Gewinn werden.
Mainzer Neuzugang mit Rückenwind zum Bundesliga-Comeback
Am Montag spielte Stefan Posch (28) noch 45 Minuten für Como beim 3:0-Erfolg bei Lazio Rom in der italienischen Serie A, an diesem Samstag könnte der ehemalige Hoffenheimer bereits sein Comeback in der Bundesliga feiern. Der 49-malige österreichische Nationalspieler hat inzwischen als Leihgabe des FC Bologna bei Mainz 05 angeheuert. Und dessen Trainer Urs Fischer erklärt vor dem anstehenden Duell gegen den VfL Wolfsburg: „Stefan ist ein Kandidat für den Kader – und damit auch eine Möglichkeit für die Startelf.“
Eingewöhnungszeit, so die Erwartung des Coaches, brauche der 1,89 Meter große Abwehrrecke praktisch nicht: „Ich glaube schon, dass er sich schnell akklimatisiert. Gerade in Italien wird ja sehr viel Wert auf Taktik gelegt, und unsere Prinzipien kennt er schon zum größten Teil.“ Zu Poschs Stärkenprofil fällt Fischer ohnehin einiges ein: „Er traut sich etwas im Spiel mit dem Ball, hat eine gute Geschwindigkeit und antizipiert sehr gut, außerdem bringt er Torgefährlichkeit im gegnerischen Strafraum mit.“ Denkbar wäre somit, dass Posch im Abwehrzentrum direkt den Platz von Kacper Potulski (18) übernimmt, auch wenn der Teenager seine Sache bislang absolut ordentlich machte.
Amiri und Hollerbach vor der Rückkehr in die Startelf
Grundsätzlich, so Fischer, könne Posch sämtliche Positionen in der Dreierkette bekleiden, bei Bedarf auch auf der Schiene agieren. Mutmaßlicher weiterer Vorteil: Der neue Mann kommt mental unbelastet und könnte somit auch eine Soforthilfe sein im Kampf gegen die zuletzt nach Führungen wiederholt einsetzende Passivität. „Da fehlt uns derzeit das Selbstverständliche“, analysiert Fischer. Posch könnte es mitbringen. In den zuletzt krankheitsbedingt pausierenden Nadiem Amiri und Benedict Hollerbach stehen zwei weitere Hoffnungsträger vor der Rückkehr in die Anfangsformation.
