Obwohl Borussia Dortmund erneut nicht glänzte, fuhr der BVB am Dienstagabend beim 3:0 gegen Werder Bremen einen am Ende souveränen Sieg ein. Dass es zur Pause zunächst ein paar Pfiffe gegeben hatte, hatte der Coach durchaus bemerkt.
BVB-Coach kommentiert Pfiffe
„Die erste Halbzeit war nicht gut, auch wenn wir das 1:0 durch einen Standard erzielt haben“, meinte Niko Kovac nach der Partie am Dienstagabend bei Sky. „Bremen war sehr mobil, flexibel und hat viel rotiert. Da haben wir schwer Zugriff bekommen, das haben wir schon mal besser gemacht. Die zweite Halbzeit war dann gut, wenn auch nicht sehr gut. Aufgrund von mehr guten Chancen haben wir verdient gewonnen“, analysierte der Cheftrainer des BVB.
Dass die erste Hälfte trotz der Führung mit vereinzelten Pfiffen zu Ende ging, war dem 54-Jährigen indes nicht entgangen. „Das ist auch in Ordnung, das war schon auch so zu Recht, denn unsere Leistung war auch nicht in Ordnung“, sagte Kovac, der mit einem Lächeln darauf hinwies, dass es „aber auch nicht so viele Pfiffe“ gewesen seien. Nach dem 3:0-Endstand war es dann ohnehin in erster Linie Jubel, der von der Tribüne wahrzunehmen war.
Kovacs Maßnahme macht sich bezahlt
Als Tüpfelchen auf dem i aus Dortmunder Sicht beendete in der Schlussphase des Spiels auch noch Serhou Guirassy nach sieben torlosen Partien in der Bundesliga seine Torflaute. Der Franzose hatte seinen letzten Liga-Treffer am 31. Oktober beim 1:0-Erfolg in Augsburg erzielt. „Vielleicht es gut, auch mal von der Bank zu kommen; auch, damit der Ballast so ein bisschen abgeworfen wird“, hatte Kovac schon vor dem Spiel erklärt. Unterstützung erhielt Guirassy auch von Spielerseite. So meinte Waldemar Anton: „Wir helfen ihm natürlich. Wir wissen, was Serhou kann, wir stehen alle hinter ihm, er wird sich das wieder erarbeiten und treffen. Das ist nur eine Frage der Zeit.“
- Die Tabelle
Und Kovac und Anton sollten Recht behalten. Als Joker bei einem Dreifachwechsel für Maximilian Beier Mitte der zweiten Hälfte ins Spiel gekommen, benötigte Guirassy nur etwas mehr als eine Viertelstunde, ehe er – nach einem von Jobe Bellingham provozierten Patzer von Bremens Amos Pieper – seine Torflaute beendete.
Kovac über Guirassy: „Habe ihm gratuliert“
„Ich habe ihm natürlich gratuliert“, meinte Kovac. „Das war erst sehr gut gepresst von Jobe, und dann macht er ihn eiskalt rein“, meinte Kovac, der sich so natürlich in seiner Entscheidung, Guirassy zunächst von der Bank kommen zu lassen, bestätigt sah: „In der zweiten Hälfte ist oft dann auch mehr Platz. Und natürlich war es auch ein wenig Glück, das er in den letzten Spielen in der Hinrunde aber nicht hatte. Hoffentlich kommt das in der Rückrunde wieder öfter.“
Vier Punkte aus zwei Spielen geholt und Guirassy wieder in Torlaune – am Ende zog Kovac unter dem Strich ein positives Fazit unter den Dortmunder Start ins neue Jahr 2026. „Wir haben zweimal drei Tore geschossen und jetzt wieder mal zu Null gespielt. Das ist auch mal nicht schlecht.“
