Eine Information mit Verzögerung

Die TSG Hoffenheim hat nun auch ihre Mitglieder jeweils direkt über die unrechtmäßige Weitergabe ihrer Daten informiert. Es stellt sich die Frage: Warum mit einer Woche Verzögerung?

Neues in der Hoffenheimer Datenaffäre

Am Mittwoch erhielten die knapp 12.000 Mitglieder der TSG Hoffenheim elektronische Post. Titel der E-Mail: „Information über einen Vorfall im Zusammenhang mit der Mitgliederliste des TSG 1899 Hoffenheim e.V.“ Der Bundesligist teilte nochmals in einem direkten Anschreiben mit, was er vergangene Woche bereits über seine diversen Vereinskanäle kommuniziert hatte: „Nach aktuellem Kenntnisstand wurde die Mitgliederliste unseres Vereins zum Ende des Jahres 2025 unberechtigt im Vereinsumfeld weitergegeben. Die Umstände dieses Vorfalls werden derzeit noch im Rahmen einer laufenden Untersuchung aufgeklärt.“

Gab es unterschiedliche Auffassungen?

Zudem beruhigte er. Bis dato lägen keine Hinweise auf einen missbräuchlichen Umgang vor oder darauf, dass Mitglieder bis dato aufgrund der Weitergabe kontaktiert worden seien. Bank- oder Gesundheitsdaten seien nicht betroffen. Des Weiteren wies der Klub darauf hin, sich bei einer Kontaktaufnahme an den Verein zu wenden und keine sensiblen Daten preiszugeben.

Allerdings stellt sich auch eine spannende Frage: Warum dauerte es sechs Tage, ehe man die Mitglieder direkt informierte? Gerüchtehalber soll es darüber zwischen dem e.V. und der GmbH, die in diesem Fall die Aussendung als Dienstleister vornahm – ein Vorgang, den die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) unter dem Aspekt der sogenannten Datenweitergabe zu einem bestimmten Zweck unter entsprechenden Auflagen erlaubt – unterschiedliche Auffassungen gegeben haben. Ist das zutreffend? Das möchte man beim für die Mitglieder zuständigen e.V. nicht beantworten.

Ultra-Mann Henssler gibt sich machtbewusst

Nach wie vor ist unklar, was konkret hinter der Datenpanne steckt. Vieles spricht dafür, dass es um die im Frühjahr anstehenden Wahlen für den Vereinsvorstand geht, die der Rücktritt des ehemaligen Vereinschefs Jörg Albrecht kurz nach der Abberufung der beiden Ex-Geschäftsführer Dr. Markus Schütz und Frank Briel notwendig gemacht hat. Dass mit Christoph Henssler dem Verein derzeit ein machtbewusster Vertreter der Ultras vorsitzt und damit die Stimmrechtsmehrheit hält, wird der Kapitalseite um Dietmar Hopp nur bedingt schmecken.

Spannend ist in diesem Zusammenhang: In der Aussendung ist nach wie vor die Rede von einer Weitergabe der Daten im Vereinsumfeld. Was allerdings nicht dazu passt, dass nach kicker-Recherchen je ein hochrangiger Mitarbeiter aus e.V. UND GmbH freigestellt worden sein sollen.

 

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