Reicht es für einen Einsatz von Jens Stage im Nordderby? Beim SV Werder Bremen arbeitet man mit Hochdruck daran, dass der Däne am Samstag zurückkehrt.
Wer ersetzt Friedl?
In der ersten Einheit der Bremer Trainingswoche vor dem Nordderby war Jens Stage noch nicht dabei. Der dänische Mittelfeldspieler wurde am Mittwochvormittag individuell belastet. Ob es für einen Einsatz am kommenden Samstag gegen den Hamburger SV (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) reichen wird, ist damit weiterhin nicht garantiert.
Dass man bei Werder alle Hebel in Bewegung setzt, um den besten Bremer Torschützen (sieben Treffer) aufs Feld zu bekommen, hatte Cheftrainer Daniel Thioune zu Wochenbeginn bereits angedeutet: „Er möchte das Derby unbedingt spielen, und wenn er in einer nahezu guten bis 100-prozentigen Wettkampfverfassung ist, dann werde ich ihn loslassen.“
Stage: Wie viel Risiko geht Werder ein?
Die medizinische Abteilung des Bremer Bundesligisten arbeitet derweil mit Hochdruck daran, den 29-Jährigen für die Partie gegen den HSV fit zu bekommen. Drei Partien hat Stage zuletzt verpasst, muskuläre Probleme im Oberschenkel plagen ihn. Thioune sprach von einem zu großen Risiko für die Köln-Partie – es reichte nicht.
Schon dieses Spiel gegen einen direkten Konkurrenten war bekanntlich von großer Bedeutung; dem Nordderby wiederum kommt noch einmal eine gesteigerte Wichtigkeit zu – die vielleicht auch die Risikobereitschaft bei Stage erhöht? Möglicherweise. Man werde alles versuchen, heißt es am Osterdeich, könne aber auch „nicht hexen“.
Ersatz für Friedl steht wohl parat
Bessere Neuigkeiten gab es wiederum bei den personellen Alternativen in der Innenverteidigung – wo mit Kapitän Marco Friedl nach seinem Platzverweis in Köln bereits ein Führungsspieler fürs Derby wegbricht: Ein Defensiv-Trio trainierte am Mittwoch mit der Mannschaft.
Karim Coulibaly, der angeschlagen aus der vergangenen Partie herausgegangen war, soll demnach bis Samstag genauso fest zur Verfügung stehen wie auch Amos Pieper und Niklas Stark. Der 18-jährige Coulibaly dürfte Friedl gegen seinen Ex-Klub somit auch ersetzen.
Boniface-Entscheidung liegt bei Thioune
Victor Boniface scheint hingegen weiterhin noch nicht wieder für einen Kaderplatz infrage zu kommen, der Angreifer trainiert zwar mit der Mannschaft, allerdings nach wie vor in einem stark ausbaufähigen körperlichen Zustand.
Die Entscheidung liege allein bei Thioune, heißt es. Der Coach wolle zwar „nichts“ ausschließen, aber sich auch „nicht so weit aus dem Fenster lehnen, dass sich seine Situation bis zum Wochenende groß verändert“. Der 51-Jährige hatte zuletzt erst über die Probleme des Angreifers gesprochen.
