Zwei Spieler hat Borussia Mönchengladbach in der Winter-Transferperiode bereits abgegeben. Dabei wird es laut Sportchef Rouven Schröder aber nicht bleiben.
Gladbach-Kader soll kleiner werden
Zuletzt kam wieder ein wenig Bewegung in die Gladbacher Transfer-Aktivitäten: Am Dienstag machten die Fohlen die Leihe von Leverkusens Alejo Sarco perfekt, zwei Tage später wurde dann Tomas Cvancara, dessen Engagement beim türkischen Verein Antalyaspor vorzeitig abgebrochen worden war, weiter zu Celtic Glasgow verliehen. In den eineinhalb Wochen bis zum Ende des Transferfensters soll sich aber auf der Abgangsseite noch etwas tun, wie Sportchef Rouven Schröder am Freitag auf der Pressekonferenz vor dem Bundesligaspiel gegen Stuttgart (Sonntag, 15. Uhr, LIVE! bei kicker) ankündigte.
„Es wird auf jeden Fall noch etwas passieren.“ (Rouven Schröder)
„Es ist so, dass wir den Kader noch verkleinern wollen“, stellte Schröder klar. Wie viele Spieler den Verein noch im Winter verlassen sollen, wollte er nicht beziffern, „aber es gibt den Wunsch von Spielern, sich noch zu verändern“. Der Kader sei momentan so groß, „dass man diesen Weg gehen muss, wenn man spielen will“ – zumindest wenn es die Aussicht in Mönchengladbach momentan nicht gibt. Deshalb kündigte Schröder an: „Es wird auf jeden Fall noch etwas passieren.“
Neben Cvancara, der für die laufende Saison ohnehin nicht eingeplant war, hat im Winter einzig Oscar Fraulo (Derby County) den Verein verlassen. Durch die Zugänge von Sarco, der gegen Stuttgart direkt im Kader stehen soll, sowie der bereits Anfang Januar gekommenen Tottenham-Leihgabe Kota Takai ist Gladbachs Aufgebot in diesem Winter um einen Spieler größer geworden.
„Wir sind jetzt mittendrin, die Uhr tickt“, sagte Schröder. „Wenn man aus dem Kader rutscht, ist es normal, dass man sich unterhält.“ Mit dem Zugang von Sarco habe sich „die Situation nochmal verschärft“. Die Leihe des jungen Stürmers dürfe also als Hinweis an andere Spieler gedeutet werden, „wie man das nächste halbe Jahr angehen möchte“. Und mit wem nicht.
Diks fällt aus – Ersatz Takai?
Konkrete Namen nannte Schröder nicht. Marvin Friedrich gilt allerdings bereits seit Längerem als Abgangskandidat, der Vertrag des Innenverteidigers läuft im Sommer aus. Auch Fabio Chiarodia kam – allerdings auch verletzungsbedingt – unter Polanski noch gar nicht zum Zug.
Beide standen zuletzt nicht einmal im Spieltagskader, könnten allerdings gegen Stuttgart noch gebraucht werden, weil Kevin Diks nach seiner in Hamburg erlittenen Kopfverletzung ausfallen wird. Logischer Ersatz wäre zunächst einmal Takai, der laut Cheftrainer Eugen Polanski bei seinen bisher drei Joker-Einsätzen „gezeigt hat, dass er aus dem Stegreif ein 1:1-Ersatz sein kann“. Bei Friedrich und Chiarodia sei er aber trotz der Reservisten-Rolle „genauso positiv gestimmt“.
