Davies: Missglücktes Startelf-Comeback

Es ist ein Dilemma: Trainer Vincent Kompany hat derzeit wenig Alternativen, muss und will gleichzeitig den Langzeitverletzten nach ihrem Comeback Minuten geben. Im Fall von Alphonso Davies auf ungewohnter Position.

Auch Musiala schwach

Erstmals seit dem 15. März 2025, einem 1:1 bei Union Berlin, stand Alphonso Davies in der Startelf des FC Bayern. Kurz nach jener Partie riss er sich bekanntlich im Einsatz für Kanadas Nationalmannschaft das Kreuzband und zog sich weitere Verletzungen im Knie zu, schuftete monatelang für sein Comeback, das er noch vor dem Jahreswechsel als Joker gab.

Beim 1:2 gegen den FC Augsburg nominierte ihn Vincent Kompany jedoch nicht auf der angestammten linken Defensivseite, sondern gegenüber, rechts hinten. Es ehrt den Bayern-Coach, dass er keine Ausreden, sondern Lösungen sucht, schließlich fehlen ihm dort die verletzten Konrad Laimer und Josip Stanisic, der kranke Sacha Boey und kurzfristig auch die Option Raphael Guerreiro (Zerrung).

Beim 5:1 in Leipzig durfte sich Tom Bischof rechts versuchen, Joshua Kimmich kann das auch, bekam nach seinem Comeback aber eine Pause. Kompany muss in diesem eng getakteten Januar rotieren. Nach der ersten Saisonniederlage in der Bundesliga, diesem verdienten 1:2, meinte er, wichtiger sei es, aus diesem Monat ohne langfristige Ausfälle herauszukommen.

Also durfte Davies rechts ran. Ein Experiment, das nicht aufging. Doch woher soll der Kanadier ohne Spielpraxis auch die nötige Form und das Selbstvertrauen haben? Beides kann er sich nur über mehr Einsatzminuten erarbeiten. Davies gewann in seinen 60 Minuten nur 38 Prozent seiner Zweikämpfe, der Topspeed von 33,09 km/h ist noch weit von seinen Werten vor dem Kreuzbandriss entfernt.

Auch Musiala noch nicht in Fahrt

Immerhin kann er für sich reklamieren, beim Stand von 1:0 ausgewechselt worden zu sein, bei den Gegentoren stand er nicht mehr auf dem Platz. Anders als Jamal Musiala, der zu diesem Zeitpunkt neben der Davies-Ablösung Kimmich ebenfalls eingewechselt wurde. Es war Musialas erster längerer Einsatz nach dem brutalen Wadenbeinbruch bei der Klub-WM. Zu viel durfte man also auch hier nicht erwarten.

Und tatsächlich kam wenig bei Musiala heraus. Er gewann nur 40 Prozent der Zweikämpfe, blieb beim einzigen Dribbling hängen, der einzige Torschuss ging weit vorbei. Wesentlich entscheidender: Beim 1:2 kam Musiala nicht hinter Torschütze Han-Noah Massengo hinterher, konnte nur zuschauen, wie der Augsburger einen sehenswerten Angriff ohne Schwierigkeiten vollendete.

Kompany muss das Team und die Spieler nun durch dieses Dilemma führen, Rückschläge bei den Ergebnissen dabei einkalkulieren. Er weiß, dass er für die entscheidende Saisonphase Davies und Musiala fit und in Form benötigt. Doch das kann noch etwas dauern und nicht immer schön anzuschauen sein. Die Niederlage gegen Augsburg lieferte dafür Anschauungsunterricht.

 

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