BVB-„Fantasista“ Inacio: „Er sieht Dinge, die andere mit 30 nicht sehen“

Er kam, sah und dribbelte: Auch wenn Samuele Inacio bei seinem ersten Profi-Einsatz für Borussia Dortmund gegen Bayern nicht alles gelang, sind die Ansätze stark und die Erwartungen hoch.

Mutiger Debütant

Die Themen, mit denen sich Niko Kovac am Samstagabend beschäftigen musste, waren eher weniger schön. Die Niederlage gegen Bayern München, das finale Ende des Titelkampfs, die Nachteile gegenüber dem Tabellenführer und Rekordmeister, vor allem die schwere Verletzung seines Kapitäns und Innenverteidigers Emre Can.

Als es dann aber um Samuele Inacio ging, fand der Trainer sein Lächeln wieder. Das Profi-Debüt des jungen Italieners war zumindest eine positive Nachricht dieses Spiels, das ansonsten aus Sicht von Borussia Dortmund trotz einer guten Leistung wenig Aufbauendes brachte.

„Wir freuen uns“, befand der Trainer also zu den ersten Profi-Minuten des offensiven Außen, der auch davon profitierte, dass Carney Chukwuemeka kurzfristig fehlte: „Samuele ist 17 Jahre jung und wird es sicherlich gut machen. Ich war mit seinem Debüt zufrieden.“ Und das „gegen den FC Bayern München“, wie Kovac betonte: „Das muss man sich mal vorstellen. Schon nicht schlecht!“

Der nächste Schritt

Schon nicht schlecht könnte auch das Fazit der ersten inklusive Nachspielzeit rund 20 Minuten in der Bundesliga sein. Inacio trat auf der linken Außenbahn mutig auf, ging ins Dribbling und gab keinen Ball verloren. Dass ein Duell mit Dayot Upamecano allerdings eine andere Herausforderung ist als die Zweikämpfe in der Regionalliga West oder in der A-Junioren-Bundesliga, musste der Youngster ebenso feststellen.

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Es war ein erster Schritt auf dem nächsten Level. Zwei Trainingslager und die Klub-WM absolvierte er bereits mit den Profis, saß schon häufiger auf der Bank, trainiert fest ganz oben mit – die ersten Minuten aber sind Neuland. Es dürfte der Startschuss für mehr Bewährungsproben sein, Trainer Kovac zeigte sich schon vor einigen Wochen begeistert.

„Ein toller Fußballer“, sei Inacio, befand sein Coach: „Sollte er gesund bleiben, wird er eine richtig große Karriere machen. Mit 17 Jahren sehe ich vieles, was ein sehr guter Spieler in Zukunft haben wird.“ Der junge Italiener werde nicht nur „die Zukunft dieses Klubs sein, sondern auch die des italienischen Fußballs in der Nationalmannschaft“.

„Er macht große Fortschritte, er hat ein tolles Herz“

Und weiter: „Er macht große Fortschritte, er hat ein tolles Herz.“ Der Offensiv-Allrounder sei „ein technisch sehr sauberer Spieler“, urteilt Kovac: „Die Italiener sagen ‚fantasista‘.“ Ein Kreativer also, der „als Zehn oder Acht schon mit 17 Jahren Sachen auf dem Platz sieht, die andere mit 30 Jahren nicht sehen“.

Es sind große Worte, gerade für sonst bei Talenten so vorsichtigen Kovac. Der Kurzeinsatz gegen München dürfte nun ein Fingerzeig sein für mehr Minuten bis Ende der Saison. Ab Sommer wird Inacio fest zum Profi-Kader der Borussia gehören – die Erwartungen sind groß.

 

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