Aus Sturm-Not wird eine Angriffs-Hoffnung beim VfL Wolfsburg. Das ist der Stand beim verletzten Torjäger-Juwel Dzenan Pejcinovic, der neue Stürmer Kento Shiogai bringt eine bemerkenswerte Statistik mit.
Der Wolfsburger Sturm
Die Sorge war groß am vergangenen Donnerstag nach dem Wolfsburger Heimsieg gegen den FC St. Pauli (2:1), den Dzenan Pejcinovic kurz vor Schluss per Kopf herbeigeführt hatte. Am nächsten Morgen jedoch wachte der 20-jährige Torjäger, der mit fünf Treffern in drei Spielen geglänzt hatte, mit starken Schmerzen im geschwollenen rechten Fuß auf. Der Stürmer befürchtete Schlimmes, schließlich hatte er sich schon im Mai 2024 zunächst den linken Mittelfuß gebrochen, im März 2025 erfolgte ein Riss im rechten. Und nun? Die Sorge war groß, dass Pejcinovic wieder unter das Messer muss.
Kann Pejcinovic schon gegen Mainz wieder spielen?
Nun aber gibt es eine erste leichte Entwarnung. Zwar soll ein minimaler Riss im rechten Fuß, in dem der letztmals gebrochene Knochen noch mit einer Schraube fixiert ist, zu sehen sein, jedoch sei es nicht so schwerwiegend, dass der Stürmer einen langen Ausfall befürchten muss. Im Gegenteil: Mit einer Spritzenkur soll Abhilfe geschaffen werden, Pejcinovic soll Trainingsversuche unternehmen und womöglich schon am Samstag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) wieder auf Torejagd gehen.
Herausragend: Shiogai trifft alle 53 Minuten
Dann womöglich schon gemeinsam mit dem Neuzugang Kento Shiogai, den der VfL per Ausstiegsklausel für neun Millionen Euro vom NEC Nijmegen holt. Der Japaner weilt seit Sonntag in Wolfsburg, in Kürze wird der Transfer offiziell. Der 20-Jährige kommt mit einer bemerkenswerten Statistik: In insgesamt 37 Eredivisie-Spielen für Nijmegen seit 2024 stand Shiogai nur viermal in der Startelf, 33-mal wurde er nur eingewechselt, dennoch erzielte er elf Tore. Umso bemerkenswerter ist die Torstatistik auch in dieser Saison: Hier erzielte er, obwohl er nur einmal in der Startelf stand, in zwölf Partien sieben Treffer, er traf alle 53 Minuten. Ein herausragender Wert.
Der VfL wird dem Japaner Zeit zum Ankommen geben, der Druck ist nicht so groß, dass der Angreifer sofort funktionieren muss. Auch deshalb, weil die Pejcinovic-Verletzung wohl doch nicht so schlimm ist wie zunächst befürchtet.
