Augsburgs böser Rückfall und die entscheidende Frage

Die dritte Niederlage des FC Augsburg war die schlimmste dieser Serie, ein chancen- und wehrloses 2:5 gegen den VfB Stuttgart. Nur ein Trend gegen Spitzenteams oder mehr? Jetzt darf sich Geschichte nicht wiederholen.

Nach dem 2:5 gegen den VfB

„Schwierig in Worte zu fassen“ fand Kapitän Keven Schlotterbeck den Auftritt seiner Mannschaft, er müsse sich alles nochmals in Ruhe anschauen. Dabei wird der Verteidiger sehen, dass seine Kollegen und er so nachlässig wie körperlos verteidigten, keine zweiten Bälle gewannen, den Rückwärtsgang nach Ballverlusten zu behäbig einschalteten, vor allem auf den Außen keinen Zugriff auf ihre Gegner fanden und deshalb folgerichtig mit 2:5 den Kürzeren zogen. „Fünf Gegentore sind ein Brett“, fasste Schlotterbeck korrekt zusammen.

In der Summe ergab sich ein böser Rückfall in die Zeit unter Sandro Wagner, die erste Spielhälfte erinnerte an das 0:6 gegen RB Leipzig aus der Hinrunde. Dabei hatte der FCA unter Wagners Nachfolger Manuel Baum mit Ausnahme des 0:4 zum Jahresauftakt in Mönchengladbach wieder Stabilität erlangt, sich durch konstantes Punkten aus der Abstiegsregion abgesetzt.

Und nun? Droht im Saisonendspurt doch ein Nervenspiel? Für negative Szenarien ist es bei sieben Punkten Vorsprung auf den FC St. Pauli und den Abstiegsrelegationsplatz zu früh. „Es ist noch nicht vorbei, das habe ich schon vor ein paar Wochen gesagt“, sagte Schlotterbeck dennoch und empfahl: „Wir müssen wieder dahin kommen, dass es nicht ums Reden, sondern ums Machen geht.“

Es geht um mehr als den bloßen Klassenerhalt

Die jüngsten drei Niederlagen gilt es dabei differenziert zu betrachten. Beim 1:2 in Leipzig spielte der FCA sehr ordentlich, danach beim 0:2 in Dortmund nicht, das 2:5 gegen Stuttgart war die negative Steigerung dazu. Sieben Spieltage vor dem Ende geht es jedoch um mehr als den bloßen Klassenerhalt für Augsburg, das sich nicht kleiner machen darf, als es ist.

Jede Platzierung in der Tabelle zählt. Für Millionen an Euro in der TV-Tabelle, aber auch für ein gutes Gefühl in punkto Fortschritt, den Sommer und die neue Saison. Unter Jess Thorup brach die Mannschaft zwei Jahre in Folge am Saisonende ein, als der Klassenerhalt rechnerisch feststand. Seit Jahren liefert diese Mannschaft in wechselnder Besetzung vor allem dann, wenn sie muss. Ist der Druck weg, kommt zu wenig Leistung.

Baum und seine Mannschaft müssen dies dringend abstellen. Die entscheidende Frage: Gelingt es ihnen? Nach den Länderspielen wartet die Reise zum Hamburger SV, danach gastiert Champions-League-Aspirant Hoffenheim in Augsburg. Zwei weitere Niederlagen wären fatal, dann könnte plötzlich doch noch Abstiegskampf anstehen, für den dieser Kader eigentlich zu gut ist.

 

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