Mit Afrika-Cup-Teilnehmer Eliesse Ben Seghir droht Bayer der nächste Ausfall. Obwohl Bayer damit akut drei Akteure fehlen, die auf den beiden Zehnerpositionen eingesetzt werden können, denkt Manger Simon Rolfes nicht über eine neue Kreativkraft nach.
Marokkaner mit Problemen am Sprunggelenk
Eigentlich hatten sie in Leverkusen die Hoffnung, dass Eliesse Ben Seghir mit neuem Schwung vom Afrika-Cup in Marokko zu Bayer 04 zurückkehren könnte. Doch jetzt ist das Gegenteil der Fall. Denn der im Sommer für 32 Millionen Euro von der AS Monaco gekommene Offensivakteur wird auch das kontinentale Turnier in seiner Heimat nicht positiv in Erinnerung behalten.
Nachdem der 20-Jährige, der seit Monaten mit leichten Schambeinproblemen zu kämpfen hat, auch deshalb bis zum Halbfinale immer nur die Joker-Rolle innehatte, musste er das am Sonntag mit 0:1 verlorene Finale gegen den Senegal verletzungsbedingt als Zuschauer verfolgen. Allerdings nicht wegen der Schambeinprobleme, sondern weil er im Abschlusstraining eine Verletzung am linken Sprunggelenk erlitten hatte.
Nach Echeverris Abschied und Tellas Verletzung fehlt jetzt auch Ben Seghir
Wie schwer diese ist, konnte Manager Simon Rolfes am Montag noch nicht sagen. „Das ist auch unsere Erfahrung: Er soll erst mal zurückkommen und dann können wir das vernünftig beurteilen.“ Mit Ben Seghir droht Bayer also der nächste Ausfall.
Gegenüber der ersten Saisonhälfte stehen Trainer Kasper Hjulmand damit akut gleich drei Akteure weniger zur Verfügung, die auf den beiden Zehnerpositionen eingesetzt werden können. Gab Bayer doch im Winter ManCity-Leihgabe Claudio Echeverri, die sich inzwischen dem FC Girona auf Leihbasis angeschlossen hat, vorzeitig wieder ab. Zudem fällt Nathan Tella, der bei Hjulmands Debüt beim 3:1-Sieg gegen Frankfurt als halbrechter Zehner stark gespielt hatte, mit einer Fußverletzung laut Klubangaben „längerfristig“ aus.
„Wir haben gerade auf der Position ja sehr, sehr viele Spieler und genug Möglichkeiten.“ (Simon Rolfes)
Denkt Bayer deswegen also daran, auch noch auf den offensiven Halbpositionen im Winter nachzubessern? Rolfes schließt dies aus. „Nein, wir haben gerade auf der Position ja sehr, sehr viele Spieler. Wir haben Martin (Terrier nach einem Achillessehnenriss, Anm. d. Red.) im Laufe der Vorrunde zurückgekriegt und haben genug Optionen. In dem Bereich wird es keine Veränderung geben.“
Zumal der 43-Jährige auch noch ein U-19-Talent aus den eigenen Reihen dort als Alternative sieht. „Auch Montrell Culbreath (18) ist noch dazugekommen, der es in Leipzig gut gemacht und gezeigt hat, dass er das vielleicht mal spielen kann.“ Beim 3:1-Sieg in Leipzig zum Jahresabschluss hatte der Offensivakteur den Treffer zum Endstand erzielt. „Von daher“, sagt Rolfes, „haben wir da genug Möglichkeiten.“
