Die Fans von Borussia Dortmund sollen während den Spielen ihr Handy nicht mehr benutzen und in den „FanModus“ wechseln. Aber was erlaubt Niko Kovac eigentlich seinen Spielern?
Viele Freiheiten
Laut dem BVB nutzen „fast zwei Drittel aller Fußballfans“ im Stadion regelmäßig ihr Handy. Deswegen hat der Verein jetzt mit seinem Hauptsponsor einen „FanModus“ entwickelt. Wer sein Handy während des Spiels nicht nutzt, wird belohnt. Voller Fokus also aufs Spielfeld und im besten Fall den Support der Mannschaft.
Stellt sich die Frage, was den Spielern eigentlich erlaubt ist, die häufig gar nicht von ihren digitalen Geräten lassen können. Zuletzt hatte Lennart Karl schon Einblicke zur Nationalelf gegeben. Dort fährt Jürgen Klopp eine härtere Linie, es gibt mehr Regeln als unter Vorgänger Julian Nagelsmann. So gilt ein grundsätzliches Verbot beim Essen und in der Kabine. Da haben Dortmunds Spieler mehr Freiheiten, wie Niko Kovac am Freitag auf der Spieltagspressekonferenz vor dem Topspiel am Samstagabend gegen Eintracht Frankfurt (LIVE! ab 18.30 Uhr) auf Nachfrage durchblicken ließ .
Kovac: „Da sind die Handys nicht erlaubt“
„Die Regeln sind ganz einfach“, erklärte Kovac. „Es gibt eine letzte Mahlzeit vor dem Spiel, da sind die Handys nicht erlaubt. Natürlich wird auch nicht telefoniert beim Essen, das ist klar.“ Da wolle er, dass sich die Spieler konzentrieren und sich unterhalten. Ansonsten gibt es keine Einschränkungen. „Die Jungs laufen ja mit den Handys im Bus herum, hören ihre Musik. Ich kann nicht kontrollieren, ob das Musik ist oder ob das irgendwelche anderen Sachen sind. Das will ich auch nicht. Die Jungs sind erwachsen genug und können das einschätzen, was sie brauchen, um das Spiel anzugehen“, vertraut der Coach voll auf seine Spieler, dass der Fokus nicht verloren geht. Das sei im Übrigen bei allen seinen Stationen als Trainer so gewesen.
Insgesamt sieht Kovac den Handy-Gebrauch aber auch kritisch. Das betreffe nicht nur die Fans im Stadion, „sondern alle, die wir hier im Raum sitzen, einschließlich mir. Wir schauen ohnehin zu viel drauf, weil es immer wieder Informationen gibt. Wenn wir es reduzieren könnten, könnten wir uns auf andere Sachen konzentrieren, auf den Nebenmann, auf die Nebenfrau.“ Ein Wunsch, der im schweren Spiel gegen die Eintracht sicher auch für seine Spieler zutreffen würde.
