Leihe offiziell: Werder holt auch noch Ndiaye

Der SV Werder Bremen verpflichtet am letzten Tag der Transferperdiode einen weiteren Neuzugang: Der Ex-Schalker Moussa Ndiaye kommt auf Leihbasis inklusive einer Kaufoption aus Anderlecht.

Weiterer Außenverteidiger

Weiterhin viel los beim SV Werder Bremen kurz vor Transferschluss: Nachdem der Klub am Montag die Leih-Verpflichtung von Youri Regeer von Ajax Amsterdam offiziell gemacht hat und sich bereits die Leihe von Arthur aus Leverkusen sowie der Abgang von Samuel Mbangula nach einer Wechsel-Wende in Richtung Bologna angedeutet hat, haben die Norddeutschen nun auch die Leihe von Moussa Ndiaye finalisiert.

Der 24 Jahre alte Linksverteidiger wechselt auf Leihbasis mit Kaufoption vom RSC Anderlecht an den Osterdeich. Die Bremer hatten sich auch unabhängig von der Verpflichtung von Außenverteidiger Arthur, der vornehmlich rechts, aber auch links einsetzbar ist, weiterhin um den 24-Jährigen bemüht. Der Senegalese soll als Linksverteidiger in Konkurrenz zu Olivier Deman treten.

„Moussa ist ein technisch guter und laufstarker Außenverteidiger, der bereits Erfahrungen im deutschen Fußball gesammelt hat und uns eine weitere Option auf der linken Abwehrseite bietet und auch als Innenverteidiger eingesetzt werden kann“, beschreibt Bremens Leiter Profifußball Peter Niemeyer die Optionen mit Ndiaye. „Wir sind davon überzeugt, dass er unseren Kader spürbar ergänzen wird.“

Das denkt auch Cheftrainer Daniel Thioune: „Moussa passt genau in unser Profil: zweikampfstark, offensiv anschlussfähig und mit einer guten Balance zwischen Absichern und Vorstoßen. Er hat in Deutschland bereits gezeigt, dass er bestehen kann, und wird uns auf der linken Seite mehr Variabilität geben.“

Beim FC Schalke 04 hatte Ndiaye während seiner Ausleihe in der vergangenen Rückrunde entscheidenden Einfluss auf den Bundesliga-Aufstieg und kam in insgesamt 14 Partien zum Einsatz. Nun kehrt der Profi, der 2020 einst in die U 19 des FC Barcelona wechselte, nach Deutschland zurück – zunächst für ein Jahr, anschließend besitzt Werder eine Kaufoption.

Defensive Flügel: Werder stellt sich breiter auf

Damit hat sich Werder auf beiden defensiven Außenbahnen, die bis dato noch als die größten Problempositionen galten, doch noch breiter aufgestellt: Deman und Ndiaye bilden das Duo für die linke Seite, rechts sollen neben Sofort-Verstärkung Arthur auch Mitchell Weiser (nach Kreuzbandriss) und Felix Agu (Muskelverletzung im Bereich der Wade) alsbald wieder Optionen darstellen – Letzterer kann ebenfalls flexibel auf beiden Positionen spielen.

Mick Schmetgens, der 18-jährige gelernte Innenverteidiger, der in den ersten beiden Bremer Pflichtspielen im DFB-Pokal und beim Bundesliga-Start in Freiburg als Aushilfs-Rechtsverteidiger zum Einsatz kam, dürfte nun wieder eine weitere Alternative im Abwehrzentrum darstellen. Dort stellt Niklas Stark mit seinen chronischen Hüftproblemen nach wie vor keine verlässliche Option dar. Der 31-Jährige fehlte im Breisgau etwa im Werder-Kader.

 

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