El Malas berühmte Kölner Vorgänger mit der Rückennummer 10

Eine Nummer 10 hat der 1. FC Köln bei seiner Mannschaftsaufstellung zuletzt lange Zeit nicht mehr ausgerufen, um sich Ärger zu ersparen. Said El Mala darf nach elf Jahren Absenz nun aber mit der legendären Nummer auflaufen – und tritt in große Fußstapfen.

Seit 2015 nicht mehr vergeben

Es war einmal ein Versprechen, das gebrochen wurde. Bis zu Lukas Podolskis Karriereende wollte der 1. FC Köln beim Abschied des „Prinzen“ gen Arsenal 2012 die legendäre Rückennummer 10 nicht mehr vergeben, die in der Domstadt auch mit dem Weltmeister von 2014 in Verbindung gebracht wird. Und dann bekam sie Rückkehrer Patrick Helmes wenig später doch. Das gab Ärger – und auch Unverständnis von Podolski.

Zumindest seit Helmes‘ Karriereende 2015 hat der FC wohl auch deswegen Wort gehalten und die 10 nicht mehr vergeben. Nun, da auch Podolski die Profischuhe an den Nagel gehängt hat, sieht die Sache aber wieder anders aus. Zur Freude von Said El Mala, der mit seiner Vertragsverlängerung sogleich von der 13 auf die wohl berühmteste Trikotnummer im Fußball umgeschwenkt ist.

Manche „10er“ waren eigentlich keine

Auch in Köln haben große Namen sie getragen, größere noch als Podolski. In der Zeit vor den fix zugeteilten Nummern ab der Saison 1995/96 etwa Ikonen wie Heinz Flohe, den man allerdings weitaus mehr mit der Nummer 8 in Verbindung bringt. Bei Pierre Littbarski, zunächst regelmäßig mit der 7 unterwegs, zierte sie nach seiner Rückkehr aus Paris den Rücken. Hennes Löhr war eigentlich die 11. Auch Karl-Heinz Thielen, Herbert Neumann, Tony Woodcock, Stephan Engels, Olaf Janßen oder Horst Heldt waren mal an der Reihe – mal mehr, mal weniger regelmäßig.

Die Nummer 10 des 1. FC Köln ist und bleibt aber freilich Wolfgang Overath, nach dessen einflussreichem Wirken zwischen 1963 und 1977 man sie schon eher mal hätte zur Ruhe betten können. Dem Weltklasse-Gestalter gehörte sie eigentlich auch schon vor vorgegebenen Zuordnungen fix.

1995/96 war es dann der Rumäne Dorinel Munteanu, dem sie als Erster auch wirklich keiner streitig machen konnte; dem sie das Leibchen also auch erstmals Spiel für Spiel mit dem eigenen Namen zierte. Es folgten Goran Vucevic, Claus-Dieter „Pele“ Wollitz, Markus Kreuz, Andrey Voronin, Podolski, Thomas Broich, abermals Podolski, umstritten Helmes – und nun El Mala. Ganz „wortunbrüchig“.

 

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