Er ist seit Jahren der Dauer-Topscorer beim SC Freiburg und ein gefürchteter Standardexperte: Nun hat Vincenzo Grifo seinen Vertrag bei den Breisgauern erneut verlängert.
Seit 2019 im Verein
Wie beim Sport-Club üblich, wurden keine Angaben über die Laufzeit des neuen Vertrags kommuniziert: „Über Vertragsinhalte wurde Stillschweigen vereinbart“, heißt es in der Pressemitteilung. Wie im vergangenen Jahr allerdings dürfte Vincenzo Grifo seine Unterschrift unter einen Einjahresvertrag gesetzt haben.
Grifo ist seit Jahren der Kreativkopf im linken Mittelfeld beim SC Freiburg. Gefürchtet sind besonders seine Standards, von ihm getretene Ecken und Freistöße führen oft zu gefährlichen Situationen vor des Gegners Tor. Zudem ist der 33-Jährige selbst sehr torgefährlich, sodass er regelmäßig die Scorerliste bei den Breisgauern anführt oder ganz weit oben platziert ist.
Rekordtorschütze und Rekordvorlagengeber
Und Grifo hat sich bereits in die Annalen des SCF verewigt. Mit 360 Pflichtspielen liegt er in der vereinsinternen Rangliste auf Rang vier, seine dabei erzielten 108 Tore und 98 Assists sind jeweils Klubrekord. Nach der Verlängerung dürfte er diese imposanten Zahlen noch weiter nach oben schrauben.
„Der Weg ist noch nicht zu Ende und ich habe mir noch einige Ziele gesetzt“, kündigte Grifo an. „Ich bin noch sehr ehrgeizig und möchte jedes Spiel auf dem Platz stehen – die Konkurrenz der jungen Kollegen spornt mich an und macht uns alle besser.“ Insgesamt sei ihm die Entscheidung zur Verlängerung leicht gefallen – auch, weil nicht nur er, sondern auch sein familiäres Umfeld in Freiburg längst heimisch geworden sind.
„Die Zusammenarbeit mit Vince ist etwas Besonderes – auf dem Platz, in der Kabine, im persönlichen Austausch.“ (SCF-Sportdirektor Klemens Hartenbach)
„Die Zusammenarbeit mit Vince ist etwas Besonderes – auf dem Platz, in der Kabine, im persönlichen Austausch“, sagte SCF-Sportdirektor Klemens Hartenbach. „Mit seinen konstanten sportlichen Leistungen und als Ansprechpartner ist er total wichtig für die gesamte Gruppe“.
Grifo schloss sich erstmals im Sommer 2015 dem SC Freiburg an, gleich in seiner ersten Saison trug er mit 14 Toren im Unterhaus maßgeblich zum Aufstieg in die Beletage des deutschen Fußballs bei. Zwölf Monate später verließ er den Sport-Club Richtung Borussia Mönchengladbach, wiederum ein Jahr später führte ihn sein Weg zur TSG Hoffenheim. So richtig glücklich wurde er bei beiden Stationen nicht, folgerichtig kehrte er im Januar 2019 zum SCF zurück. Zunächst auf Leihbasis, doch nach sechs Toren und fünf Vorlagen in 16 Bundesligaspielen wurde er im Sommer darauf von den Breisgauern fest verpflichtet.
Eine Win-win-Situation für beide Seiten: Seit 2020 stand Grifo in jeweils mindestens 31 Bundesligapartien auf dem Platz und lieferte mit 49 Toren und 51 Assists regelmäßig ab. Seine Leistungen blieben auch in Italien nicht unbemerkt: Hatte er sein Debüt für die Squadra Azzurra im November 2018 noch als Hoffenheimer gefeiert, kamen seit 2019 noch acht weitere Länderspiele Grifos für den viermaligen Weltmeister hinzu, in denen er vier Tore erzielen konnte.
Für den SC Freiburg steigt der Pflichtspielauftakt bereits am Donnerstagabend (20.30 Uhr, LIVE! bei kicker) mit dem Hinspiel in den Playoffs zur Conference League gegen den schottischen Verein FC Motherwell. Am Sonntag (18 Uhr, LIVE! bei kicker) darauf geht es dann in der ersten Pokalrunde zur Düsseldorfer Fortuna, ehe eine Woche Werder Bremen am 1. Spieltag beim SCF gastiert (30. August, 15.30 Uhr).
