Schwieriger Spagat? Ginters Fokus liegt auf der Europa League

Vor dem Höhepunkt der Vereinsgeschichte muss der SC Freiburg noch einmal im Alltag ran – in einem alles andere als belanglosen Spiel. Doch auch bei Matthias Ginter ist das Europa-League-Finale vor dem letzten Bundesligaspiel gegen Leipzig omnipräsent.

Freiburg zwischen Kampf um Platz 7 und dem großen Finale

Hätte der SC Freiburg den Matchball in Hamburg verwandelt, wäre die Sache jetzt ganz einfach. Platz 7 wäre fix und den 34. Spieltag der Bundesliga hätte Trainer Julian Schuster wahlweise zur individuellen Schonung oder eben zum Einspielen vor dem großen Finale nutzen können. Doch Konjunktiv bleibt Konjunktiv. Das Spiel gegen den HSV ging mit 2:3 verloren und somit könnte der Ausgang des Heimspiels gegen RB Leipzig darüber entscheiden, ob der Sport-Club auch im kommenden Jahr international spielt.

Die Suche nach der Frische

Die zwei Gegentore binnen drei Minuten zogen dem SC im Volkspark am vergangenen Wochenende den Stecker, wie Matthias Ginter im Nachgang erklärte. „Natürlich war es durch den Doppelschlag noch mal schwer, nach den ganzen vielen englischen Wochen noch mal ranzukommen. Natürlich sind wir heute hier nicht mit der hundertprozentigen Frische angereist. Das war davor schon klar, das hatten wir jetzt auch schon im einen oder anderen Spiel zuvor. Das soll jetzt keine Ausrede sein, aber ja, man hat es heute leider ab und zu gemerkt“, so der Abwehrchef.

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Diese Frische, körperlich wie mental, gilt es jetzt wiederzufinden. Gar nicht so einfach für alle Beteiligten. „Es gibt viel Organisatorisches in diesen Tagen: Karten, Flüge, Hotels. Wie gesagt, das ist alles normal, das gehört alles dazu. Wir freuen uns da alle drauf. Das haben wir uns alle verdient. Der ganze Verein hat sich das verdient und deswegen versuchen wir jetzt natürlich die Woche zu nutzen, noch einmal Kräfte zu sammeln, um dann natürlich vor allem in Istanbul nahezu frisch wiederhergestellt zu sein.“

Doch da lag doch noch etwas auf dem Weg Richtung Istanbul. Richtig, das Spiel gegen Leipzig. Nach jetzt schon 52 Pflichtspielen steht der SC Freiburg vor einem schwierigen Spagat: Wie viel Kraft kann, sollte oder muss die Mannschaft in das 53. Spiel werfen, wenn nur vier Tage darauf das 54. Spiel ansteht, das zweifellos das größte der Vereinsgeschichte ist?

Welche Rolle die Conference League spielt

Die Ausgangslage ist bekannt. Ein Sieg gegen Leipzig sichert Freiburg Rang 7. Womöglich können die Breisgauer aber auch verlieren, wenn Frankfurt und Augsburg ihre Spiele nicht gewinnen. Dieser siebte Platz qualifiziert für die Teilnahme an der Conference League in der kommenden Saison – eben nicht für die Europa League, wie zwischendurch zu hoffen war, hätte sich Deutschland im UEFA-Ranking einen zusätzlichen Platz gesichert. Doch auch das bleibt ein Konjunktiv.

Ginter gibt zu, dass dieser Fakt durchaus eine Rolle spielt: „Da jetzt der siebte Platz nicht für die Europa League reicht, ist natürlich dann auch klar, dass der Fokus noch mal mehr auf dem Finale liegt. Natürlich will man jedes Spiel gewinnen und so gut abschneiden wie möglich, aber das ist doch ganz menschlich.“

Bei einem Triumph über Aston Villa am 20. Mai in Istanbul wäre es herzlich egal, welchen Platz sich die Freiburger in der Liga gesichert haben. Denn mit der Trophäe der Europa League wird auch das Startrecht für die Champions League überreicht.

Heißt aber auch: Mit Platz 7 in der Liga und der Qualifikation für die Conference League könnte sich die Schuster-Elf eine Absicherung schaffen, für den Fall einer Niederlage in Istanbul. Doch dieses Sicherheitsnetz könnte Kräfte kosten, die vier Tage später wertvoll wären. Es bleibt eine knifflige Situation.

 

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