Boniface „nicht einverstanden“: Thiounes Zukunftssignal mit Musah

Gegen Augsburg reichte es für Victor Boniface nicht erneut für eine Werder-Kadernominierung – wird es das überhaupt noch mal? Die Zukunft gehört anderen, die Gegenwart wohl auch bereits.

Kein Werder-Auftritt mehr?

In Stuttgart, eine Woche zuvor, waren die Vorzeichen noch andere: Dass Victor Boniface die Reise zum Auswärtsspiel im Schwabenland mit angetreten und erstmals seit Dezember wieder im Kader des SV Werder Bremen gestanden hatte, hing auch mit der Gelbsperre von Marco Grüll zusammen.

Gegen den FC Augsburger kehrte der Österreicher nun zurück ins Aufgebot – in dem für Boniface somit kein Platz mehr war. Zum Unverständnis des Nigerianers, wie Coach Daniel Thioune andeutete: „Ich finde grundsätzlich, wenn man nicht im Kader steht, dann darf man auch sauer sein, dann darf man enttäuscht sein.“

Musah setzt erneut Impulse

Der von Bayer Leverkusen noch bis Saisonende ausgeliehene Angreifer wäre als Backup von Jovan Milosevic infrage gekommen, der nach schwachen Auftritten zuletzt zweimal vorzeitig ausgewechselt wurde – doch in Stuttgart entschied sich Thioune erst für die beim Spielstand von 1:1 konterstärkere Variante mit Justin Njinmah und kurz vor Schluss dazu, mit Salim Musah einem anderen Stoßstürmer noch wenige Minuten als Joker zu ermöglichen.

Der 20-Jährige präsentiert sich nicht nur in einem vergleichsweise besseren körperlichen Zustand als Boniface und verspricht sportlich somit auch einen größeren Wert: Das hat die Hereinnahme zur Halbzeit beim 1:3 gegen Augsburg einmal mehr unterstrichen, in denen der deutsche U-20-Nationalspieler zumindest zwischenzeitlich eine verbesserte Präsenz verkörperte als zuvor Milosevic und damit einmal mehr für frische Impulse sorgte.

Kein weiterer Boniface-Auftritt?

Das Setzen auf Musah dient darüber hinaus jedoch auch als ein Zukunftssignal in Bremen. Jenen Spieler vorzuziehen, der erst vor der Saison seinen Vertrag bei Werder verlängert hat, erscheint zusätzlich nur logisch – weil Bonifaces Leihe endet. Ohne einen weiteren Auftritt im Werder-Dress also, selbst auf der Ersatzbank?

Aktuell wirkt dieses Szenario am wahrscheinlichsten, zumal Thiounes Worte eher danach klingen, dass seine Dienste im Hier und Jetzt bei Werder in seiner physischen Konstitution nicht mehr gefragt sind: „Wir haben vom ersten Tag an offen darüber geredet und dann auch erkannt, dass ein gewisses Fitnessdefizit einfach vorhanden ist.“

Man unterstütze den 25-Jährigen zwar dabei, „das zu verändern“, so der 51-Jährige weiter, nur: „Ob es für die Gegenwart dann zuträglich ist, das weiß ich nicht – aber es wird für die Zukunft zuträglich sein.“ Und da sei Boniface zumindest „committed“. Allein: Es geht dabei ja auch um seine eigene Karriere.

Dass dem Leverkusener Meisterstürmer von 2024 indes weiterhin Musah für das Profil als „präsenter, starker Spieler in der Box“ vorgezogen werden dürfte wie zuletzt in Augsburg, betonte Thioune, „muss man dann akzeptieren. Das akzeptiert Victor – auch wenn er nicht unbedingt damit einverstanden ist.“

 

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