Mehr Symbolik war fast nicht möglich am Dienstagnachmittag im Volkspark. Nach tristen und kalten Tagen kam zum Start in die Trainingswoche des HSV endlich die Frühlingssonne raus – und mit ihr auch Luka Vuskovic. Der Abwehr-Chef trainiert wieder, wenn auch noch individuell und dosiert.
Erste individuelle Einheit mit Ball seit drei Wochen
Drei Spiele hat Luka Vuskovic seit einer im Training erlittenen Knieprellung verpasst und auch auf Anraten seines Stammvereins Tottenham Hotspur den Schongang eingelegt. Einheiten waren für den 19-Jährigen lediglich im Athleticum am Volkspark möglich, vor allem mit einer Unterwasser-Therapie hat er Schritte auf dem Weg zum Comeback gemacht. Am Dienstag war er nun endlich wieder auf dem Trainingsplatz. Nicht auf jenem, auf dem die Teamkollegen trainierten, aber immerhin erstmals am Ball.
Polzin froh: „Die Sonne ist da, Luka ist da!“
Gemeinsam mit Reha-Trainer Sebastian Capel absolvierte der kroatische Leih-Profi seine erste individuelle Einheit mit Ball, spielte kurze und lange Pässe. Es war noch kein Programm, das Rückschlüsse auf einen Einsatz am kommenden Samstag bei Eintracht Frankfurt zulässt, es waren aber zumindest erste Schritte, die Hoffnung machen – vor allem auch dem Cheftrainer nach drei Pleiten ohne sein Defensiv-Juwel. „Die Sonne ist da, Luka ist da“, bringt Merlin Polzin den Dienstag zufrieden auf den Punkt und sagt: „Das ist erst einmal richtig gut.“
Am Montag hatte sich Vuskovic nochmal eingehenden Untersuchungen am lädierten Knie unterzogen. Die Prellung hatte eine Einblutung verursacht, die neuesten Aufnahmen aber waren das Startsignal für den Weg zurück auf den Platz. „Wichtig ist, dass zu sehen war, dass der Heilungsverlauf so ist, dass er wieder mit nach draußen kann“, erklärt Polzin – und hofft nun auf weitere Schritte nach vorn, ohne jedoch zu viel Druck und Tempo zu machen.
Reicht es bei Vuskovic für das Frankfurt-Spiel?
„Wir werden Luka jetzt vernünftig aufbauen“, umreißt der Trainer den Fahrplan. Dieser sieht vor, dass der Hoffnungsträger mindestens am Mittwoch ein weiteres Mal separat mit Capel auf einem Nebenplatz trainiert. Vom Verlauf dieser Einheit wird dann abhängen, ob und wie schnell er womöglich ins Mannschaftstraining integriert wird. „Es sind noch drei Spiele zu absolvieren und wir werden vernünftig abwägen“, sagt Polzin, betont aber auch: „Es kann, wenn es Sinn ergibt, schon sein, dass wir an einer bestimmten Stelle einen Schritt schneller machen als wir es in der Mitte der Saison tun würden. Was das für den Samstag in Frankfurt heißt, werden wir sehen. Entscheidend ist erst mal, dass bei Luka ein gutes Gefühl da ist, und, dass er unbedingt zurück auf den Platz will.“
Schon einen Schritt weiter als Vuskovic sind Yussuf Poulsen, Alexander Rössing-Lelesiit und Jean-Luc Dompé. Das Trio kehrte am Dienstag geschlossen und vollumfänglich ins Mannschaftstraining zurück. Poulsen und Rössing-Lelesiit werden nach ihren langen Auszeiten behutsam aufgebaut, wollen und sollen im Saison-Finale aber noch als Joker eingreifen können, Dompé ist schon für das Wochenende wieder eine echte Alternative.
